„Wir sehen Kunden aufwachsen“: Paar seit 28 Jahren Teil des Krammarkts

Familie Kalendkiewicz ist Stammverkäufer auf der Wendener Kirmes


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Tanja und Markus Kalendkiewicz verkaufen seit 28 Jahren Blumenzwiebeln auf der Kirmes in Wenden. Davor haben schon Markus Eltern den Stand circa 12 Jahre betrieben. von privat
Zum Auswählen auf das Bild klicken Tanja und Markus Kalendkiewicz verkaufen seit 28 Jahren Blumenzwiebeln auf der Kirmes in Wenden. Davor haben schon Markus Eltern den Stand circa 12 Jahre betrieben. © privat

Wenden/Reichshof. Wenn in Wenden die großen Fahrgeschäfte anrollen, Buden aufgebaut werden und Vorfreude in der Luft liegt, dann steht die Wendsche Kärmetze kurz bevor. Und mit ihr auch ein arbeitsreiches Wochenende für die zahlreichen Verkäufer des Krammarkts. Das wissen Tanja und Markus Kalendkiewicz nur zu gut, denn sie sind seit 28 Jahren Teil dieses großen Spektakels im Wendener Land.


Seit mehr als 40 Jahren verkauft die Familie Kalendkiewicz Blumenzwiebeln auf der Wendener Kirmes. 28 Jahre davon leiten Markus und Tanja die Geschäfte. Übernommen hat Markus den Blumenzwiebel-Verkauf von seinen Eltern, die er schon als Kind auf Jahrmärkte und Kirmessen begleitete. Nun ist er mit seinem Verkaufsstand selbst deutschlandweit unterwegs.

Paar ist immer gerne in Wenden

In Wenden sind die beiden immer gerne. „Wir sind super bekannt dort und viele Kunden kommen jedes Jahr wieder“, freut sich Tanja Kalendkiewicz. Teilweise schlendern die ersten Kunden bereits vor der offiziellen Kirmeseröffnung zu dem Blumenzwiebel-Stand, schauen sich die Waren an und nehmen sich Zeit für ein Pläuschchen.

Was Wenden so besonders macht? „Wir haben unsere Kunden teilweise aufwachsen gesehen. Früher haben sie hier mit ihrer Oma Blumenzwiebeln gekauft und heute kaufen sie diese für ihre eigenen Häuser und Gärten“, beschreibt Tanja Kalendkiewicz.

Archivfoto von der Wendener Kirmes. von Catriona Rath
Archivfoto von der Wendener Kirmes. © Catriona Rath

Die 53-Jährige ist damals ihrem Mann zuliebe in die Geschäfte eingestiegen. Markus habe schon immer gewusst, dass er den Stand einmal übernehmen würde. „Er ist damit aufgewachsen. Für Markus war es einfach das Richtige.“

Die gemeinsamen Kinder des Paares möchten den Job allerdings nicht übernehmen. Traurig findet Tanja das nicht, sie kann es verstehen. Gerade im Hinblick darauf, wie der Markt sich aktuell entwickle. Deshalb ist die 53-Jährige auch hauptberuflich Lehrerin, während ihr Mann sich Vollzeit um den Blumenzwiebel-Verkauf kümmert.

„Kein leicht verdientes Geld“

Außerdem sei der Job bei Weitem nicht immer einfach. Gerade in Wenden sei immer viel zu tun. „Das ist kein leicht verdientes Geld“, weiß Tanja. „Aber es macht Spaß!“ Und wenn Not am Mann ist, helfen auch die Kinder aus.

„Wir haben unsere Kunden teilweise aufwachsen gesehen. Früher haben sie hier mit ihrer Oma Blumenzwiebeln gekauft und heute kaufen sie diese für ihre eigenen Häuser und Gärten”
— Tanja Kalendkiewicz

Obwohl sie dort schon so lange ausstellen, haben Tanja und Markus die Kirmes noch nie bis zum Ende erlebt. Meistens beenden sie den Tag um 21 oder 22 Uhr. „Und dann sind wir auch froh, dass Feierabend ist!“

Aber der Stand auf der Wendener Kirmes hat geschäftlich einige Vorzüge: „Die Kunden kaufen hier gut“, weiß Tanja Kalendkiewicz. Und da das Paar in Reichshof wohnt, haben die beiden keinen langen Heimweg nach Feierabend.

Tanja und Markus Kalendkiewicz (hier auf dem Foto zu sehen) verkaufen seit 28 Jahren Blumenzwiebeln auf der Kirmes in Wenden. Davor haben schon Markus' Eltern den Stand circa zwölf Jahre betrieben. von privat
Tanja und Markus Kalendkiewicz (hier auf dem Foto zu sehen) verkaufen seit 28 Jahren Blumenzwiebeln auf der Kirmes in Wenden. Davor haben schon Markus' Eltern den Stand circa zwölf Jahre betrieben. © privat

Und manchmal bleibt dann auch Zeit, ein bisschen über die Kirmes zu schlendern, zu gucken, was es so Neues gibt, und Schwätzchen mit den anderen Standbetreibern zu halten – auch untereinander kennt man sich schließlich seit vielen Jahren.

Für das bevorstehende Kirmes-Wochenende hofft das Paar vor allem auf gutes Wetter: „Nicht zu heiß, aber trocken – das wäre ideal“, wünscht sich Tanja. „Und keine Hiobsbotschaften!“, ergänzt die 53-Jährige. Tanja und Markus seien jedoch sehr entspannt und würden stets mit guter Hoffnung nach Wenden gehen.

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