Verschwinden Wendens letzte Bahnviadukte?
Gemeinde denkt über Abriss nach
- Wenden, 25.10.2023
- Politik
- Von Lorena Klein
Wenden. Drei Viadukte in Heid, Trömbach und Wendenerhütte sind die Überbleibsel einer Zeit, als die Eisenbahn noch durch die Gemeinde Wenden fuhr. Doch vielleicht nicht mehr lange. Denn aufgrund des Zustandes der Bauwerke überlegt die Gemeinde, auch die letzten Brücken abzureißen.

Über die potentiellen Pläne informiert die Gemeinde Wenden in einer Sitzungsvorlage für den Bau- und Planungsausschuss am Mittwoch, 25. Oktober.





Von elf ehemaligen Bahnviadukten schrumpfte die Zahl im Jahr 2006 auf vier. 2019 verschwand auch das Bauwerk in Rothemühle. Die drei Viadukte in Heid, Trömbach und Wendenerhütte durften bleiben. Zur damaligen Zeit seien sie in einem relativ guten Zustand gewesen und hätten auch den Verkehr nicht beeinträchtigt, erklärt die Gemeindeverwaltung. Doch das sei jetzt anders.



Aktuelle Brückenprüfungen hätten gezeigt, dass die Viadukte bei Heid und Trömbach „erhebliche Mängel“ aufweisen. „Die aus hammerrechten Steinen gemauerten Brücken sind in den letzten Jahren immer anfälliger geworden. Die Steine und Fugen sind teilweise lose und fallen herab.“ Mittlerweile seien beide Brücken gesperrt.
Ein dauerhafter Zustand soll dies nicht sein. Unter anderem habe die Sperrung Umwege für die Landwirte zufolge und einige land- und forstwirtschaftliche Maschinen passten ohnehin nicht durch die Tunnel. Auch aus finanzieller Sicht sei ein Abriss sinnvoller.
In Bezug auf den geplanten Radweg in Zusammenarbeit mit der Verbandsgemeinde Kirchen, der auch die alten Bahnbrücken in Heid und Trömbach involvieren sollte, werde man im Falle einer Umsetzung entsprechende Anpassungen vornehmen.
Mehr Klarheit zur Zukunft der Viadukte und zu den Kosten einer Instandhaltung sollen weitere Untersuchungen liefern. Ein Beschlussvorschlag zum genauen Vorgehen soll dann wahrscheinlich im Dezember vorgestellt werden.
