Update: Nach Reizgas-Vorfall – Unterricht am Dienstag findet statt

Zwölf Personen klagen über Symptome


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Großeinsatz an der Gesamtschule Wenden. Hier trat eine unbekannte Substanz aus. Der Rettungsdienst untersuchte insgesamt zwölf Personen, die über Symptome geklagt hatten. von Nils Dinkel
Großeinsatz an der Gesamtschule Wenden. Hier trat eine unbekannte Substanz aus. Der Rettungsdienst untersuchte insgesamt zwölf Personen, die über Symptome geklagt hatten. © Nils Dinkel

Wenden. Nachdem eine laut Polizei unbekannte Substanz am Montag, 14. September, für einen größeren Einsatz an der Gesamtschule in Wenden gesorgt hat, hat auch die Schule auf ihrer Webseite Stellung genommen. Der Unterricht am Dienstag, 15. September, soll stattfinden.


Update von 18.55 Uhr:

Die Schule rät möglichen weiteren Betroffenen: „Sollten noch weitere gesundheitliche Beschwerden (wie Husten, Atemwegsbeschwerden etc.) vorliegen, sollte eine hausärztliche Untersuchung durchgeführt werden.

In schweren Fällen sollte der Rettungsdienst verständigt oder die Notaufnahme aufgesucht werden. Im Anschluss daran sollten sich Betroffene an die Polizeistation Olpe wenden“, so die Gesamtschule Wenden.

Die für Montag angesetzten Klassenpflegschaften des fünften und sechsten Jahrgangs entfallen. Es soll zeitnah über einen Ausweichtermin informiert werden. „Der Unterricht findet am morgigen Tag (Dienstag, 15. September) nach Plan statt“, heißt es auf der Webseite.

Ursprünglicher Artikel von 14.15 Uhr:

Ein größerer Einsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst hat am Montagnachmittag, 14. September, an der Gesamtschule Wenden für Aufregung gesorgt. Offenbar war im Schulgebäude Reizgas freigesetzt worden. Insgesamt zwölf Personen klagten über entsprechende Symptome.

Der Vorfall ereignete sich während der Pause. Aufgrund der zunächst unklaren Lage wurde das Einsatzaufkommen deutlich erhöht. Die Einsatzkräfte alarmierten unter anderem mit den Einsatzstichworten ABC und MANV (Massenanfall von Verletzten).

Das Schulgelände wurde vorsorglich vollständig geräumt. Die Schülerinnen und Schüler sammelten sich oberhalb der Sporthalle. Inzwischen ist offiziell Schulschluss, sodass die Kinder das Gelände verlassen konnten.

Kein Auslöser festgestellt

Zwei Trupps erkundeten den betroffenen Bereich unter Atemschutz. Dabei konnten die Einsatzkräfte zwar einen auffälligen Geruch feststellen, einen konkreten Auslöser für die Reizungen machten sie zunächst jedoch nicht aus. Parallel leitete die Feuerwehr Belüftungsmaßnahmen ein, um mögliche Schadstoffe aus dem Gebäude zu entfernen und die Räume wieder sicher zu machen.

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„Wir konnten einen Geruch feststellen, bislang aber keinen Auslöser dafür“, erklärte Julian Braukmann, Pressesprecher der Feuerwehr Wenden. Laut ersten Ermittlungen könne es sich um Reizgas gehandelt haben, da entsprechende Substanzen, die die Symptome ausgelöst haben, zunächst nicht feststellbar gewesen seien. Laut Braukmann verflüchtige sich eine solche Substanz, die Reizungen an Augen, im Hals und in den Atemwegen auslöse, schnell.

Lob für Verhalten der Schüler

Braukmann lobte, dass sich die Schüler – auch die Betroffenen – sehr ruhig verhalten hätten. Die erste Alarmierung sei klein erfolgt, nach Erkundung sei das Einsatzstichwort erhöht worden, da sich nach der Räumung immer mehr Schüler mit Beschwerden gemeldet hätten. Wie viele Personen gegebenenfalls im Krankenhaus untersucht werden müssen, steht noch nicht fest. Nach den Lüftungsmaßnahmen soll das Gebäude an den Schulträger übergeben werden.

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Großeinsatz an der Gesamtschule Wenden. Hier trat eine unbekannte Substanz aus. Der Rettungsdienst untersuchte insgesamt zwölf Personen, die über Symptome geklagt hatten.

Vor Ort waren 40 Kräfte der Feuerwehren Wenden, Gerlingen und Hünsborn. Außerdem waren der Rettungsdienst des Kreises Olpe, dessen organisatorische Leiter und der leitende Notdienst vor Ort. Im Einsatz waren außerdem das DRK Wenden, die Polizei, das Ordnungsamt sowie der Schulträger. Zunächst angeforderte überörtliche Kräfte konnten ihre Anfahrt abbrechen.

Gegen 15.50 Uhr konnte das Gebäude nach Absprachen mit Polizei und Feuerwehr wieder freigegeben werden. Die Ermittlungen, um welche Substanz es sich handelt und wie diese in die Schule gelangt ist, dauern an.

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