Um- und Anbau neu gedacht: Plan B für Grundschule Rothemühle
Einige Vorteile gegenüber bisherigem Konzept
- Wenden, 25.09.2026
- Politik , Schule & Bildung
- Von Lorena Klein
Rothemühle. Unterricht im Container: Für einige Kinder, die die Grundschule in Rothemühle besuchen, ist das schon seit längerem Schulalltag. Es fehlt schlichtweg Platz, deshalb wird seit Jahren ein Um- und Erweiterungsbau geplant. Wie dieser aussehen soll, ist jetzt nochmal komplett überarbeitet worden. Das „Konzept 2.0“ bringt einige Vorteile mit sich.

Die neue Variante ist am Mittwoch, 23. September, dem Wendener Gemeinderat vorgestellt worden. Dem Ausschuss Bildung und Soziales hatte Daniel Burghaus von der Archifaktur Lennestadt bereits am Vorabend das Konzept erläutert.

Ursprünglich vorgesehen war ein Anbau hinter der Schule in Hanglage. Beim neuen Ansatz, dem „Konzept 2.0“, ist der Neubau dort geplant, wo sich aktuell das alte Lehrerwohnhaus und die Lehrerzimmer befinden – also direkt im vorderen Bereich. Das ehemalige Lehrerwohnhaus müsste dafür abgerissen werden, die anderen Räume würden vom neuen Anbau quasi ummantelt und in diesem Zuge umgebaut werden.
Positiv daran sei zum einen, dass es so einen direkten Zugang zum Neubau geben würde, erklärte Bauamtsleiter Christof Wurm den Ratsmitgliedern. In den neuen Gebäudeteil sollen Mensa und Küche einziehen, die auf diese Weise auch separat geöffnet und abgeschlossen werden könnten. Dies biete insbesondere bei Veranstaltungen außerhalb der Schulzeiten einen Vorteil, ergänzte Wurm.

Auch die große Aufenthaltsfläche im Eingangsbereich des Neubaus sei ein Pluspunkt und könne beispielsweise bei Regenpausen genutzt werden. Im Erdgeschoss sind außerdem das Sekretariat und das Büro der Schulleitung geplant, im Obergeschoss ist Platz für vier neue Klassenräume und einen weiteren großen Flur. Von hier aus ist dann auch direkt das Domizil der Lehrkräfte erreichbar, das ins Obergeschoss des anderen Gebäudeteils verlagert werden würde.
Im Vergleich zum ursprünglichen Plan mit ca. 700 Quadratmetern mehr Fläche würde das neue Konzept zusätzliche 300 Quadratmeter Platz schaffen. Allerdings muss die Gemeinde Wenden dafür auch mehr Geld in die Hand nehmen. Die geschätzten Kosten liegen bei rund 5,7 Millionen Euro, das sind 700.000 Euro mehr als für Konzept 1.0.
Nachdem das Konzept 2.0. bereits vom Ausschuss einstimmigen Zuspruch erhalten hatte, entschied auch der Rat einstimmig, die Pläne auf dieser Grundlage weiterzuführen. Ein realistischer Zeitraum für das Projekt bis zur Fertigstellung sind laut Christof Wurm drei Jahre. Geplant sei, erst den Anbau zu errichten, dann die Klassen dort einziehen zu lassen und schließlich das Bestandsgebäude umzugestalten.
