Thorsten Scheen (UWG): Die Bürger mit ins Boot holen

LP-Serie: Fragen an die Kandidaten


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Thorsten Scheen, Bürgermeister-Kandidat der UWG Wenden. von privat
Thorsten Scheen, Bürgermeister-Kandidat der UWG Wenden. © privat

Wenden. Im Rahmen der LokalPlus-Wahlberichterstattung stellen wir im Vorfeld der Kommunalwahl alle Kandidaten um das Bürgermeisteramt vor. Alle Bewerber haben einen Fragebogen mit identischen Fragen beantwortet, so wie Thorsten Scheen von der UWG Wenden.


Coronabedingt ist der Wahlkampf besonders schwierig. Wie erreichen Sie die Bürger und wie funktioniert der Wahlkampf?

Das Hauptaugenmerk liegt im Wahlkampf derzeit sicherlich im Social-Media-Bereich. Aber auch schon vor Corona haben wir (also die UWG und ich) über Jahre hinweg die politische Arbeit auf unserer Website, sowie in Facebook und Co. dargestellt.

Mit Videobotschaften und Imagefilm sind wir aktuell noch einen Schritt weiter gegangen. Ich finde es unehrlich, wenn Kandidat*Innen und Parteien erst kurz vor der Wahl ihre Website auf Vordermann bringen und Profile auf den verschiedensten Plattformen anlegen, um den Wählerinnen und Wählern Transparenz vorzugaukeln. Das hat aus meiner Sicht nichts mit Transparenz und Bürgernähe zu tun!
 von Symbol Grafik: Sophia Poggel
© Symbol Grafik: Sophia Poggel
Insgesamt werden wir im Wahlkampf Infostände oder „Haustürgespräche“ vermeiden. Ich denke, dass noch viele Menschen auf Grund von Corona berechtigte Vorbehalte gegenüber solchen Aktionen haben. Stattdessen versuchen wir, uns auch durch unsere gute Arbeit in die Presse – und somit in das Blickfeld der Leser*Innen – zu bringen. Natürlich sind auch Interviews wie dieses hier willkommen, um Inhalte zu transportieren. Nach wie vor stehen wir selbstverständlich auch für persönliche Gespräche oder Telefonate gerne zur Verfügung.

Und zu guter Letzt werden wir uns ergänzend auch durch Flyer und Plakate im Wahlkampf darstellen.

Welches Thema liegt Ihnen (in Ihrer Kommune) besonders am Herzen und wie wollen Sie es anpacken?

Ich denke, dass eine Entscheidung in der nächsten Zeit alle anderen überragen und damit auch maßgeblich mitbeeinflussen wird: Die Entscheidung, wie wir mit der Gesamtschule und dem geplanten Umbau bzw. Modernisierung umgehen.
Kein finanzieller Spielraum
Nach derzeitigem Kenntnisstand laufen die Planungen bereits auf ein Gesamtvolumen von über 30 Millionen Euro hinaus. Da bleibt einem zunächst erstmal die Luft, und wenig später auch der finanzielle Spielraum für andere Projekte (z.B. Schwimmbad, Grundschulen, Feuerwehrgerätehäuser) weg.

Daher ist es für mich nahezu verpflichtend, die Bürger*Innen mit ins Boot zu holen. Die Entscheidung sollte daher nicht allein im Rathaus getroffen werden. Letztlich bezahlt der Steuerzahler die Rechnung!

Eine direkte Beteiligung der Bürger*innen kann ich mir in vielfacher Hinsicht vorstellen. Neben Umfragen könnten sicherlich auch Instrumente wie ein Bürgerentscheid eine Option sein.

Nennen Sie drei Stichpunkte zur politischen Ist-Situation in Ihrer Kommune!
  • Projektstau
  • Ratlosigkeit
  • CDU-Mehrheit
Wen haben Sie als Vorbild (muss nicht nur politisch sein) und warum?

Ich finde, niemand bildet das perfekte und ultimative Komplettpaket aus Moral und Talent. Jeder Mensch hat seine Stärken und Schwächen. Das gilt auch für sog. „Vorbilder“. Daher möchte ich auch kein menschliches Vorbild benennen. Vielmehr richte ich mein Tun und Streben nach den Werten aus, die sich für mich im Verlauf meiner Sozialisation als wichtig herauskristallisierten: Menschlichkeit, Ehrlichkeit, Offenheit, Ausdauer und Disziplin!

Warum fühlen Sie sich im Kreis Olpe zu Hause, bzw. damit verbunden?

Der Kreis Olpe – und damit vor allem die Gemeinde Wenden – ist meine Heimat. Hier bin ich geboren, aufgewachsen und verwurzelt. Ich finde, am besten bringt der Song von „HUSA“ und der Band „Seven Up“ das Gefühl der Wendschen zum Ausdruck! Hört es euch einfach mal an!

„Im Wendschen, da strahlt die Sonne wie die Menschen! Im Wendschen, da leben echt extrem normale Menschen!“
Wohnort: Wenden
Geburtsdatum: 21. Januar 1974
Familienstand: verheiratet, drei Kinder
Beruf: Polizeibeamter
Politischer Werdegang:
  • 1991-1993 Jugendvertreter HOESCH Stahl AG in Kreuztal
  • 1994-1999 Mitglied im Rat der Gemeinde Wenden (CDU)
  • seit 2012 Mitglied der UWG Wenden
  • 2012-2014 Sachkundiger Bürger im Sport-/Kulturausschuss der Gemeinde Wenden
  • 2014-2020  Mitglied im Rat der Gemeinde Wenden und stellv. Fraktionsvorsitzender                      
  • seit Januar 2019 Fraktionsvorsitzender der UWG 
  • seit Januar 2019 1. Vorsitzender der UWG Wenden
Hobbys: Fußball, Wandern, Schwimmen
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