Startschuss für drei Tage Kirmestrubel in Wenden
Die Wendsche Kärmetze ist eröffnet
- Wenden, 15.08.2026
- Verschiedenes
- Von Rebecca Klein
Wenden. Bei strahlendem Sonnenschein, sommerlichen Temperaturen und gut gefüllten Straßen ist am Samstagnachmittag, 15. August, die Wendsche Kärmetze offiziell eröffnet worden. Bürgermeister Bernd Clemens und Patrick Arens, Präsident des Bundesverbands Deutscher Schausteller und Marktkaufleute, gaben gemeinsam den Startschuss für drei Tage Kirmestrubel im Wendener Ortskern.

Rund 300.000 Besucher werden traditionell an den drei Kirmestagen erwartet. Genau diese Zahl griff Bernd Clemens in seiner Ansprache auf und erinnerte an einen Satz, der für viele Wendener untrennbar mit der Kärmetze verbunden ist: „Wir sehen uns.“
Bei etwa 100.000 Menschen pro Veranstaltungstag sei das eigentlich ein ziemlich großes Versprechen. „Und das kann man auch wirklich wörtlich nehmen, obwohl das eigentlich kaum möglich wäre. Wie will man sich sehen, wenn hier 300.000 Menschen an drei Tagen unterwegs sind?“, fragte Clemens mit einem Augenzwinkern. Und trotzdem funktioniert es Jahr für Jahr. Zwischen Fahrgeschäften, Buden und Verkaufsständen treffen sich Freunde, Familien und Bekannte. Menschen verabreden sich, laufen sich zufällig über den Weg oder kehren eigens für das Wochenende nach Wenden zurück.
Genau diesen besonderen Charakter der Wendschen Kärmetze stellte auch Patrick Arens heraus. Der Präsident des Bundesverbands Deutscher Schausteller und Marktkaufleute machte deutlich, dass das Volksfest weit über Fahrgeschäfte und Krammarkt hinausgehe.




Für viele Menschen sei die Kärmetze ein fester Termin im Kalender. Einige nähmen sich dafür sogar Urlaub. Andere, die längst nicht mehr in Wenden leben, kämen für das Fest zurück in ihre alte Heimat. „Das alles zeichnet diese Kirmes aus und macht es deswegen auch zu etwas Besonderem“, sagte Arens.
Dass dieses besondere Wochenende überhaupt stattfinden kann, sei jedoch auch den Menschen zu verdanken, die hinter den zahlreichen Geschäften und Ständen stehen. Arens rückte deshalb die Schausteller, Schaustellerinnen und Marktkaufleute in den Mittelpunkt seiner Ansprache.

Sie seien Jahr für Jahr vor Ort und stellten sich dabei den unterschiedlichsten Bedingungen. Ob Regen, Wind oder Hitze - aufgebaut und gearbeitet werde trotzdem. In diesem Jahr ist es vor allem die Hitze, die Schausteller und Besucher zum Auftakt begleitet.
Die Wendsche Kärmetze gilt als größtes Volksfest Südwestfalens und hat sich längst zu einem Publikumsmagneten weit über die Gemeindegrenzen hinaus entwickelt. Von Samstag, 15. August, bis Dienstag, 18. August, verwandelt sich der Wendener Ortskern wieder in eine kilometerlange Festmeile. Der Montag bleibt traditionell kirmesfrei.
Zum offiziellen Auftakt gehörte auch in diesem Jahr der traditionelle Fassbieranstich durch Bürgermeister Bernd Clemens. Daran schloss sich die Ansprache von Patrick Arens an. Für die musikalische Begleitung sorgte die Seemannskapelle des Musikvereins Hillmicke.
Auf einen Programmpunkt müssen die Besucher in diesem Jahr allerdings verzichten: Das für Samstagabend geplante Brillant-Höhenfeuerwerk wurde wegen der anhaltenden Trockenheit, der hohen Temperaturen und der damit verbundenen Brandgefahr abgesagt (LokalPlus berichtete).

Das ändert am Kirmestrubel wenig. Nach dem offiziellen Start übernehmen nun die Schausteller, Marktkaufleute und vor allem die Besucher die Straßen von Wenden. Am Sonntag geht es weiter: Um 9.15 Uhr steht zunächst der Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Severinus auf dem Programm, bevor sich anschließend das Kirmesgeschehen samt Krammarkt fortsetzt.
/p>/a>
Nach dem Ruhetag am Montag folgt am Dienstag der traditionelle Abschluss und zugleich einer der ältesten Bestandteile der Wendschen Kärmetze: die Tierschau. Damit verbindet das Volksfest auch 2026 wieder moderne Fahrgeschäfte und Kirmesattraktionen mit einer Tradition, die in Wenden seit Generationen gepflegt wird.
Am Ende dürfte sich damit auch das Versprechen erfüllen, das Clemens zu Beginn seiner Ansprache aufgegriffen hatte. Denn selbst zwischen Zehntausenden Menschen scheint auf der Wendschen Kärmetze eines erstaunlich oft zu funktionieren: „Wir sehen uns.“
