Projekt "Flimmerphilosophie" zeigt "Die Päpstin"

Die Kirche und die Frauen


 von Symbol Nils Dinkel
© Symbol Nils Dinkel

Schönau. Das Projekt „Flimmerphilosophie“ zeigt am Donnerstag, 2. März, ab 19 Uhr im Jugendheim Schönau den Film „Die Päpstin“ (142 Minuten, FSK: 12 Jahre). Der Eintritt ist frei.


Verschwörungstheorien zeichnen sich immer durch zwei Dinge aus: Sie behaupten eine alternative Wahrheit – und sie identifizieren die mächtigen Drahtzieher hinter den Kulissen, nennen die Dunkelmänner beim Namen.

Die katholische Kirche ist vor diesem Hintergrund wahrscheinlich eine der unter Verschwörungstheoretikern beliebtesten Institutionen. Das gilt erst recht, wenn es um das Thema „Kirche und Frauen“ geht. Für die beiden Studenten Lukas Schrage und Erik Quast deshalb Grund genug, bei der nächsten „Flimmerphilosphie“ den von Sönke Wortmann im Jahr 2009 verfilmten Roman „Die Päpstin“ zu zeigen.
Wahre Legende?
„Es gibt ja kaum ein Thema, wo politische Meinung und historische Wahrheit so weit auseinandergehen wie beim Thema ‚Frauen und Kirche‘“, sagt Student Eric Quast. „Und dazu gehört eben auch, dass die Legende von einer als Mann verkleideten Frau, die zum Papst aufstieg, bis heute noch von vielen für wahr gehalten wird.“ Mit-Organisator Lukas Schrage ist sich aber umgekehrt auch sicher: „Gerade weil diese Geschichte so abenteuerlich ist, lässt sie sich natürlich gut erzählen – und eben auch verfilmen.“

Die „Flimmerphilosophie“ wird deshalb nun den von der amerikanischen Schriftstellerin geschriebenen Roman „Die Päpstin“ zeigen. Darin wird die Geschichte des Mädchens Johanna – gespielt von Johanna Wokalek - erzählt, die zur Schule gehen möchte, daran aber von einer von Männern beherrschten Welt abgehalten wird. Als sie sich deshalb als Junge verkleidet, kann sie sich ihren Studien widmen, tritt in ein Kloster ein - und wird später eben Papst.
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