Praxis bleibt Familienbetrieb

Gelernte Anästhesistin und Notärztin Julia Spieren wird Teil der Praxis ihres Mannes


Die Hausarztpraxis Spieren: (von links) Julia Spieren, Stefan Spieren und Werner Spieren. von privat
Die Hausarztpraxis Spieren: (von links) Julia Spieren, Stefan Spieren und Werner Spieren. © privat

Ursprünglich sollte es nur eine Vertretung sein, doch Julia Spieren, gelernte Notärztin und Anästhesistin, arbeitet mittlerweile als fester Bestandteil in der Hausarztpraxis ihres Mannes mit. Das Konzept der „familiären Kontinuität“, mit dem Hausarzt als Vertrauensperson für Patienten, hat damit in Hünsborn Bestand, wie wie es Stefan Spieren es beschreibt: „Jetzt haben wir hier auch noch eine eigene Notärztin in der Praxis.“


Eigentlich hatte Julia Spieren geplant, ihren Beruf als Anästhesistin und Notärztin nach dem Umzug aus Düsseldorf im Krankenhaus Olpe weiter auszuüben. Jedoch hatte es keinen Betreuungsplatz für die jüngste Tochter gegeben, und so hatte die Notärztin in Olpe nicht zusagen können. Dann fiel noch ihr Schwiegervater, Werner Spieren, der zusammen mit seinem Sohn in Hünsborn in der Hausarztpraxis tätig ist, kurzfristig aus. Weil er operiert werden musste, sprang die junge Ärztin ein. "Neben ihrer Notarzttätigkeit hat sie mehrere Jahre in der Inneren Medizin, Onkologie, Anästhesie und Kinderchirurgie gearbeitet. Sie kennt sich sehr gut aus“, sagt Stefan Spieren. Julia Spieren beabsichtigt jetzt, ein fester Bestandteil des Praxisteams zu bleiben, und bildet sich aus diesem Grund zurzeit zusätzlich zur Fachärztin für Allgemeinmedizin weiter.
Modern und seniorengerecht
Mit der Kinderbetreuung hat es letztendlich dann auch noch geklappt. Beide Kinder können ab August 2016 in den gegenüber der Praxis in Hünsborn liegenden Kindergarten gehen. Das war auch dringend nötig, wie Stefan Spieren erklärt: „Leider hat sich niemand verantwortlich gefühlt und mit verantwortlich meine ich nicht, dass meine Tochter keinen Platz bekommen hat. Niemand hat verstanden, dass Ärzte hier in der Region gebraucht werden. Das gilt auch für Notärzte, denn davon gibt es im Kreis Olpe auch zu wenig.“ Mit Blick auf die Zukunft hat die Familie, dessen Praxis nunmehr seit fast 40 Jahren besteht, diese auch noch umfangreich modernisiert. „Wichtig war uns dabei ein seniorengerechter Umbau“, erklären Julia und Stefan Spieren. (LP)
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