Positive Entwicklungen für Feuerwehr, aber weniger Wohnraum für Geflüchtete
Gemeinde erwartet neue Zuweisungen
- Wenden, 05.02.2026
- Politik
- Von Lorena Klein
Wenden. Neben der Verabschiedung des Haushalts und vielen weiteren Themen hat es in der Sitzung des Wendener Gemeinderats am Mittwochabend, 4. Februar, auch noch die ein oder andere Information des Bürgermeisters und der Verwaltung gegeben.

Der Feuerwehr galten zwei Tagesordnungspunkte – und zwar zwei erfreuliche Nachrichten für die Feuerwehrleute. Zum einen wurde die Entwurfsplanung für das neue Feuerwehrgerätehaus in Hünsborn noch einmal überarbeitet, nachdem die Feuerwehr hier noch Optimierungsbedarf gesehen hatte. Das hatte auch für Diskussionen in Ausschuss und Rat gesorgt. Nun kann es im Projekt, das nach aktuellen Stand knapp 9 Millionen Euro kosten wird, weitergehen: Der Bauantrag soll im März eingereicht werden.

Außerdem zieht die Feuerwehr der Gemeinde Wenden ein positives Zwischenfazit ihrer Recruiting-Kampagne, die seit Frühjahr 2025 läuft. „Im bisherigen Verlauf der Kampagne konnten zwölf neue Mitglieder für die Feuerwehr der Gemeinde Wenden gewonnen werden“, heißt es in der Evaluation. So habe man die Mitgliederzahl trotz Abgängen stabil halten können.
Joachim Hochstein, Leiter der Feuerwehr Wenden, konnte den Ratsmitgliedern bestätigen, dass die Feuerwehr seit Start der Kampagne mehr Anfragen erreichen als sonst. Unter den Neuzugängen seien viele Quereinsteiger. In Zukunft soll die Kampagne weiterentwickelt werden, vor allem mit neuen Videoformaten, um einen realistischen Einblick in die Tätigkeit der Einsatzkräfte zu geben.

Mit der Sanierung der Gesamtschule Wenden steht der Gemeinde ein regelrechtes Mammut-Projekt bevor. Die Kostenschätzung ist jetzt auf den neusten Stand gebracht worden: Statt 31 bis 33,5 Millionen Euro (Stand 2023) wird jetzt mit rund 37,5 Millionen Euro für Gesamtschule und Kulturzentrum gerechnet. Laut Investitionsstrategie der Gemeinde sollen die Planungen ab 2028 starten, für 2030 ist der Beginn der Bau- und Sanierungsarbeiten angesetzt.
So wie die anderen Kommunen des Kreises Olpe hat sich auch die Gemeinde Wenden dazu entschlossen, die Bezahlkarte für Geflüchtete einzuführen. Zur Situation der Geflüchteten in der Gemeinde informierte Bürgermeister Bernd Clemens außerdem: „Uns sind leider ein paar Wohnungen gekündigt worden, die an Geflüchtete vermietet wurden.“

Und auch generell werde die Lage in Zukunft wieder angespannter. „Die Zahl der Geflüchteten aus der Ukraine steigt. Ab sofort müssen Kommunen wieder mit Zuweisungen rechnen“, so der Bürgermeister. Einen ausführlichen Bericht soll es wieder in der nächsten Ratssitzung geben.
Schließlich gab es auch noch Neuigkeiten zum Sälzer-Gelände in Brün. Christof Wurm, Fachbereichsleiter Bauen und Stadtentwicklung, berichtete, dass kürzlich „konstruktive Gespräche“ über die zukünftigen Pläne geführt worden seien. Ein neues Flächenkonzept ist in Planung und die Arbeiten laufen wieder weiter.
