Kreishallenmasters in Wenden: Viele Tore, Spannung und ein Fair-Play-Moment

Überraschungssieger


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Der SC Drolshagen hat das Kreishallenmasters in Wenden gewonnen. von Hartmut Poggel
Der SC Drolshagen hat das Kreishallenmasters in Wenden gewonnen. © Hartmut Poggel

Wenden/Kreis Olpe. 600 Fußballfans sind am Sonntag, 25. Januar, beim Kreishallenmasters in der Dreifachturnhalle der Gesamtschule Wenden mit einer faustdicken Überraschung voll auf ihre Kosten gekommen. Am Ende holte der SC Drolshagen den Pokal und feierte ausgelassen.


Acht Mannschaften aus dem Kreis Olpe hatten sich über viele Stunden hinweg einen intensiven Hallenfußballtag mit zahlreichen Toren und einem emotionalen Finale geliefert. Bei einer Mischung von Kreis- über Bezirks- und Landesligisten bis hinzu einem Oberligisten machten es auch die unterklassigen Mannschaften dem Favoriten aus Bamenohl nicht immer einfach.

In der Vorrunde kämpften in Gruppe A der VSV Wenden, RW Lennestadt, der VfR Rüblinghausen sowie die SG Kirchhundem/Brachthausen um den Einzug ins Halbfinale. Gruppe B bildeten die SG Finnentrop/Bamenohl, der SC Drolshagen, der SC LWL 05 und der FC Finnentrop.

Nach Abschluss der Gruppenphase schieden die SG Kirchhundem/Brachthausen, der SC LWL 05, der FC Finnentrop sowie Gastgeber VSV Wenden aus. Für den Ausrichter verlief das Turnier enttäuschend: Mit nur einem Punkt blieb der VSV deutlich hinter den Erwartungen zurück.

Überraschung in Gruppe B

Für besondere Spannung sorgte die letzte Partie der Gruppe B, in der der SC Drolshagen die SG Finnentrop/Bamenohl besiegte. Dadurch zog der SC als Gruppensieger ins Halbfinale ein, während der FC Finnentrop kurzerhand ausschied.

Im ersten Halbfinale trafen der VfR Rüblinghausen und die SG Finnentrop/Bamenohl aufeinander. Spannung war geboten, der VfR verlangte der SG alles ab und ging zunächst in Führung. Der Oberligist drehte die Partie jedoch noch in der ersten Halbzeit.

In der zweiten Halbzeit glich der VfR noch einmal aus. Dreieinhalb Minuten vor Schluss ging die SG dann mit 2:3 in Führung – Endstand.

Frühe Entscheidung im zweiten Halbfinale

Im zweiten Halbfinale standen sich RW Lennestadt und der SC Drolshagen gegenüber. Hier ging der SC Drolshagen in Führung und erhöhte sie wenige Sekunden später auf 0:2. RW Lennestadt verkürzte zwar noch mal auf 1:2, das spiel endete schließlich aber 1:4.

Beim Spiel um Platz drei traten je drei Schützen an. Hier setzte sich der VfR Rüblinghausen mit 3:2 gegen RW Lennestadt durch.

Gleiches Finale, anderer Sieger

Zum Abschluss gab es eine Neuauflage des Finals im vergangenen Jahr zu sehen. Eine überraschende erste Halbzeit erlebten die Zuschauer des Finalspiels: Die SG Finnentrop/Bamenohl geriet gegen den SC Drolshagen mit 0:2 in Rückstand, was auch das Halbzeitresultat bedeutete.

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Der SC Drolshagen hat das Kreishallenmasters in Wenden gewonnen.

In der zweiten Halbzeit setzte die SG alles an den Anschlusstreffer – der SC erzielte dann jedoch zwei weitere Treffer. Die SG verkürzte noch auf 2:4, am Ende gewann jedoch erstmals eine Mannschaft aus Drolshagen das Masters. Große Freude beim SC – Enttäuschung bei der SG nach drei Masters-Siegen in Folge.

Die Siegerehrung erfolgte durch Joachim Schlüter, André Ruhrmann, Jens Selter, Bürgermeister Bernd Clemens sowie Peter Niklas, Vorstand Gemeindesportverband Wenden. Ruhrmann sagte, dass es wieder ein großartiges Masters gewesen sei, dankte den Helfern und dem VSV Wenden für die gute Ausrichtung.

Hexenkessel in Wenden

Die SG könne nach diesem Finale sehr erhobenen Hauptes nach Hause fahren. Die Atmosphäre sei super friedlich gewesen. „Hier im Hexenkessel zu pfeifen, ich glaub das verlangt euch alles ab“, dankte er den Schiedsrichtern. Top-Torjäger war Gordon Meyer von der SG Finnentrop/Bamenohl.

„Das wäre heute der zehnte Titel gewesen, ich glaub das war ein Ansporn“, so Ruhrmann. „Wer den Titelverteidiger kennt und den Titelverteidiger zwei Mal schlägt, der hat den Titel auch verdient“, so der Pokalspielleiter, als er den Pokal übergab.

Die gut gefüllten Ränge sorgten während des gesamten Wettbewerbs für eine stimmungsvolle Atmosphäre in der Halle. Besonders torreich verlief die Begegnung zwischen dem FC Finnentrop und dem SC LWL 05, die mit 9:3 endete.

Frederik Döppeler mit besonderem Moment

Ein sportlich herausragender Moment ereignete sich zudem abseits des Ergebnisses: Frederik Döppeler vom VfR Rüblinghausen bewies Fair Play, als er den Schiedsrichter darauf hinwies, dass RW Lennestadt-Torhüter Vladislav Perkov den Ball nicht regelwidrig mit der Hand gespielt hatte. Eine zunächst angedachte rote Karte wurde daraufhin zurückgenommen.

Für eine kurze Unterbrechung sorgte ein medizinischer Notfall in der Vorrunde, der glücklicherweise glimpflich ausging. Nach rund 30 Minuten Verzögerung wurde der Spielbetrieb fortgesetzt – ohne dass die Motivation oder die sportliche Intensität der Mannschaften darunter litt. Ruhrmann dankte den Helfern hierfür besonders.

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