Kosten für neues Hallenbad sind gestiegen - Betreiberkonzept beschlossen

Gemeinderat Wenden


  • Wenden, 19.03.2026
  • Politik
  • Von Wolfgang Schneider
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Visualisierung des Generalunternehmers Pellikaan: So soll das Hallenbad in Wenden aussehen. von Pellikaan
Visualisierung des Generalunternehmers Pellikaan: So soll das Hallenbad in Wenden aussehen. © Pellikaan

Wenden. Der Bau des neuen Wendener Hallenbades kommt so langsam auf die Zielgerade. Der Rohbau ist fertig, die Holzfassade montiert, der Estrich eingebracht und die Innenwände verputzt. Ende Juli soll das Bad fertig sein und Anfang Oktober den Betrieb aufnehmen. Wie das Hallenbad betrieben wird, darum ging es am Mittwochabend, 18. März, in der Sitzung des Gemeinderates.


Im Vorfeld standen drei Betriebsalternativen zur Diskussion: durch die Gemeinde Wenden selbst, durch Vereine (ehrenamtlich) oder durch einen externen Betreiber. Die ehrenamtliche Variante war schnell vom Tisch, da unrealistisch.

Zunächst wurde ein externer Betreiber favorisiert, doch davon ist man dann abgerückt. Es sei problembehaftet, wenn zum Beispiel ein externer Betreiber bei Wartungen und Sanierungen nur wenig Geld in die Hand nehme, um seinen Gewinn zu maximieren, dadurch aber die Gebäudesubstanz des gemeindeeigenen Bades leide.

Stellen werden ausgeschrieben

Deshalb entschied sich der Gemeinderat am Ende einstimmig für den Badbetrieb in Eigenregie der Gemeinde. Dazu sollen Stellen eines geprüften Schwimmmeisters und eines Fachangestellten für den Bäderbetrieb zeitnah ausgeschrieben werden. Vorgesehen sind auch zwei bis drei Aushilfskräfte für Kasse und Reinigung.

Um personell auch bei Urlaub und Krankheit gut aufgestellt zu sein, wird eine interkommunale Zusammenarbeit angestrebt. Dann kann im Bedarfsfall ein personeller Austausch stattfinden und ein Personalpool aufgebaut werden.

Zusätzliche Kosten

Informiert wurde in der Sitzung auch über die Kostenentwicklung beim Schwimmbadbau. Das Ende 2024 vom Gemeinderat beschlossene Kostenbudget von 13,13 Millionen Euro kann nicht eingehalten werden. Verschiedene Faktoren (Qualitätssicherung, Löschwasserbehälter, Trafostation, Innenausstattung) haben die Kosten erhöht.

„Zum aktuellen Zeitpunkt ergeben sich zu erwartende Gesamtkosten von ca. 14,1 Millionen Euro. Ein Puffer für weitere Risiken ist in dem beschlossenen Budget nicht eingeplant“, heißt es in einer Vorlage der Verwaltung.

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