Großer Sprung: Wendener Müllgebühren sollen deutlich steigen
Schwarze und braune Tonne
- Wenden, 11.12.2023
- Politik
- Von Lorena Klein
Wenden. Mehr zahlen für das, was weg muss: Die Abfallgebühren in der Gemeinde Wenden sollen zum Jahreswechsel einen großen Sprung nach oben machen. Für den Bio- und Restmüll sind neue Tarife geplant.

Zahlen die Wendener für den Bio- und Restabfall momentan noch weniger als einen Euro pro Liter, so soll diese Grenze ab 2024 nach der neuen Abfallgebühren-Kalkulation bei beiden Tonnen überschritten werden.

Vor allem die Entsorgung des Restmülls soll erheblich teurer werden. Der kostet die Wendener derzeit 74 Cent je Liter. Ab 2024 sind 1,17 Euro pro Liter geplant. Besitzer einer kleinen 80-Liter-Restmülltonne zahlen dann 93,60 Euro (+34,40 Euro im Vergleich zu 2023), bei einer schwarzen Tonne mit einem Fassungsvermögen von 120 Litern sind es 140,40 Euro (+51,60 Euro).
Bei der braunen Tonne sollen die Wendener ab Januar 1,02 Euro pro Liter zahlen, bislang sind es 84 Cent. Für eine 80-Liter-Tonne wären das künftig 81,60 Euro (+14,40 Euro), für 120 Liter beträgt die Gebühr 122,40 Euro (+21,60 Euro).
Sehr viel teurer soll auch die Abholung einzelner Bio- und Restabfallsäcke werden. Pro Stück ist sind demnächst 5 Euro fällig, momentan sind es 3 Euro pro Müllsack.

Doch warum schnellen die Gebühren so in die Höhe? Zum einen muss die Gemeinde Wenden ab 2024 deutlich höhere Gebühren an den Kreis Olpe zahlen – etwa 300.000 Euro mehr als im Vorjahr. Und auch die Sammlungs- und Transportkosten steigen um fast 210.000 Euro, weil es erhebliche Preissteigerungen bei den neu abgeschlossenen Sammlungs- und Entsorgungsverträgen gibt.
Den neuen Tarifen hat der Umweltausschuss am Donnerstag, 7. Dezember, einstimmig zugestimmt. Auf Antrag der CDU ist der Sozialbonus auf 95 Euro angehoben worden (+ 35 Euro), die SPD setzte sich für eine Erhöhung des Zuschusses für Eigenkompostierer auf 30 Euro ein (+ 6 Euro). Das letzte Wort hat der Gemeinderat am Mittwoch, 13. Dezember.
