Glasfaser in Wenden – wann sind alle am Netz?

Projektleiter zu Gast im Ausschuss


Symbolfoto. von Pixabay.com
Symbolfoto. © Pixabay.com

Wenden. Die Gemeinde Wenden bekommt Glasfaser, die Teams stecken mitten in den Bauarbeiten – doch wie lange noch? Auf Einladung der Gemeindeverwaltung haben die Projektleiter der Deutschen Glasfaser, Michele Toma und Thomas Bilski, am Montag, 30. Oktober, im Wendener Ratssaal den Fortschritt des Ausbaus präsentiert und sich den kritischen Fragen des Haupt- und Finanzausschusses gestellt.


Als Projektleiter für den privatwirtschaftlichen Ausbau kündigte Michele Toma für April 2024 das voraussichtliche Ende der Tiefbaumaßnahmen an, die letzten Gartenpressungen werden Ende Mai stattfinden. Ende Juli sollen dann alle Aktivierungen abgeschlossen sein – und die Gemeinde Wenden am Glasfasernetz.

Beim Ausbau im Rahmen des Förderprogramms sei man „in den letzten Zügen“, berichtete der zuständige Projektleiter Thomas Bilski. Insgesamt 65 Kilometer habe man derzeit verlegt, es fehlten noch 1,5 Kilometer. Die Aktivierungen werden zeitnah beginnen und voraussichtlich Ende März abgeschlossen sein. Dies hänge allerdings auch von der Witterung im Winter ab.

Zweifel und Kritik

Derzeit sind etwa fünf bis sechs Prozent der Anschlüsse aktiviert. Verärgert zeigten sich einige Ausschussmitglieder über die Verzögerung des Ausbaus, die laut der Projektleiter vor allem auf die beauftragte Firma Soli zurückzuführen sei.

Zweifel gab es auch an der Einhaltung des gesteckten Ziels – und den Wunsch nach transparenter Kommunikation mit Bürgern und Kunden. Es sei angedeutet worden, dass nach Vertragskündigung ein Wechsel zu einem anderen Anbieter mit Zugriff auf die Glasfaser-Infrastruktur möglich ist, so Thorsten Scheen (UWG). Dies stelle sich nun nicht mehr so deutlich dar.

Puffer eingerechnet

In die derzeitige Prognose habe man bereits einen Puffer eingerechnet, stellte sich Projektleiter Toma der Kritik. Das Thema beschäftige auch intern und sei „auf höchster Ebene eskaliert“, eine Glaskugel habe man jedoch nicht. Auch wie es nach einer Vertragskündigung weitergehe, sei noch unklar.

Beim Glasfaserausbau handele es sich um das größte Infrastrukturprojekt, das in der Gemeinde Wenden jemals umgesetzt wurde, betonte Bürgermeister Bernd Clemens. Das nicht alles reibungslos verlaufe, sei nicht überraschend. Trotzdem solle mit Nachdruck daran gearbeitet werden, dass Ziele erreicht und Bürger nicht hängengelassen werden.

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