Gemeinde Wenden: Neue Gewerbeflächen in Hünsborn und Ottfingen sind alternativlos
Nach erneuter Prüfung
- Wenden, 07.12.2017
- Von Sven Prillwitz
Sven Prillwitz
Redaktion
Wenden. Zehn Hektar oberhalb des Sportplatzes in Hünsborn, fünf Hektar westlich der Firma Berker in Ottfingen: Diese Areale sind die einzigen in der Gemeinde Wenden, die für den kurz- bis mittelfristigen Bedarf bei der Schaffung neuer Gewerbeflächen infrage kommen. Das ist das Ergebnis einer Alternativenprüfung. Jetzt soll die Verwaltung in Verhandlungen mit den jeweiligen Grundstückseigentümern treten. Diesen Beschluss hat der Bau- und Planungsausschuss am Mittwochabend, 6. Dezember, bei einer Gegenstimme gefasst.

Das bestätigte auch die Alternativenprüfung, die die Gemeinde nach massiven Beschwerden aus beiden Ortsteilen in Auftrag gegeben hatte. Vor allem in Hünsborn stoßen die Pläne für die Schaffung neuer Gewerbeflächen an der Siegener Straße oberhalb des Sportplatzes, auch als „Hünsborn-West“ bezeichnet, auf erbitterten Widerstand. Anfang November hatten 1222 Einwohner eine Petition unterzeichnet, die sich gegen das geplante Gewerbegebiet richtet, weil dieses ein höheres Verkehrsaufkommen, mehr Lärm, einen „gravierenden Einschnitt“ in die Natur und damit auch verminderte Lebensqualität bedeute (LokalPlus berichtete).

Aus einem Lärmgutachten gehe zudem hervor, dass „keine Auswirkungen auf die bestehenden Wohnbauflächen“ zu erwarten seien, zumal der Emissionsschwerpunkt des geplanten neuen Gewerbegebiets in rund 800 Metern Entfernung zur Wohnbebauung errichtet werden würde. Auch der Schalldruckpegel würde weiterhin unter dem zulässigen Richtwert liegen. Außerdem könne in „Hünsborn-West“ kein „schutzwürdiger Naturraum“ vorgefunden werden.
Nach der Beschlussempfehlung des Bauausschusses, dass die Verwaltung Kontakt mit den Eigentümern der Flächen in Hünsborn und Ottfingen aufnehmen soll, muss der Rat am 13. Dezember eine endgültige Entscheidung treffen.
