Fußball-Fotografin Hedda Henneke träumt von der Champions League

Vom Kreis Olpe an den Spielfeldrand im DFB-Pokal


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Hedda Henneke bei ihrem ersten Einsatz im DFB-Pokal. von Michel Berndsen
Hedda Henneke bei ihrem ersten Einsatz im DFB-Pokal. © Michel Berndsen

Düsseldorf/Wenden. Normalerweise ist Hedda Henneke mit ihrer Kamera auf den Sportplätzen im Kreis Olpe unterwegs. Am 23. August wartete auf die 23-Jährige jedoch eine besondere Kulisse: Bei einem DFB-Pokalspiel in Düsseldorf durfte die Wendenerin am Spielfeldrand fotografieren. Für Hedda war es ein großer Schritt in Richtung ihres Traumziels – irgendwann regelmäßig im Profifußball zu arbeiten.


Großes Stadion, zahlreiche Fotografen und eine Atmosphäre, die mit dem Fußballalltag auf den heimischen Sportplätzen nicht vergleichbar ist: Am 23. August tauschte Hedda den regionalen Fußball gegen die große Pokalbühne. Mit ihrer Kamera war die 23-Jährige beim DFB-Pokalspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und SC Freiburg (1:5) im Einsatz.

Vor mehr als 36.000 Zuschauern trafen die beiden Mannschaften in der Merkur Spiel-Arena aufeinander. Der Kontakt zu Fortuna Düsseldorf hatte bereits vorher bestanden, wie Hedda Henneke im Gespräch mit LokalPlus verriet.

Hedda Henneke ist 23 Jahre alt und lebt in Wenden. Sie träumt davon, regelmäßig Fotos im Profi-Fußball aufnehmen zu können. von Michel Berndsen
Hedda Henneke ist 23 Jahre alt und lebt in Wenden. Sie träumt davon, regelmäßig Fotos im Profi-Fußball aufnehmen zu können. © Michel Berndsen

Zweimal hatte sie zuvor die Gelegenheit bekommen, für den Verein zu fotografieren, als die Mannschaft noch in der zweiten Bundesliga spielte. Für das Pokalspiel konnte sie daran anknüpfen. Einen Auftrag eines Mediums oder einer Agentur hatte sie dabei nicht. Sie organisierte den Einsatz auf eigene Initiative und stellte dem Verein anschließend ihre Bilder zur Verfügung.

Verein veröffentlicht Heddas Fotos

Einige Aufnahmen wurden später auf dem Instagram-Kanal von Fortuna Düsseldorf veröffentlicht. Für Hedda sind solche Möglichkeiten alles andere als selbstverständlich. „Ein großes Stadion, deutlich mehr Zuschauer und die gesamte Atmosphäre rund um ein höherklassiges Spiel sind noch einmal eine ganz andere Erfahrung““, sagt sie.

Dabei begann ihre Geschichte mit der Sportfotografie eher zufällig. Vor knapp drei Jahren lieh sie sich die Kamera ihres Vaters aus und fotografierte zunächst im Urlaub oder unterwegs. Irgendwann fehlte ihr dabei die Action. Da Hedda selbst für die SG Lütringhausen/Oberveischede Fußball spielte und zu dieser Zeit verletzt war, nahm sie die Kamera zu einem Spiel ihrer Mannschaft mit.

Die Sportfotografie packte sie sofort. Im Juni 2025 fotografierte sie erstmals bei einer anderen Mannschaft. Beim Spiel des FC Möllmicke gegen den Hützemerter SV ging es für Möllmicke um den Klassenerhalt. Hedda war eigentlich nur dort, weil der jüngere Bruder einer Freundin mitspielte.

Start beim FC Möllmicke

Über Kontakte ergab sich anschließend, dass sie in der folgenden Saison regelmäßig beim FC Möllmicke fotografierte. „Dort hat also quasi alles angefangen.“ Inzwischen ist aus dem Hobby mehr geworden. Hedda ist auch beruflich mit der Kamera am Spielfeldrand unterwegs und auf den unterschiedlichsten Sportplätzen im Kreis Olpe anzutreffen.

Gleichzeitig versucht sie immer häufiger, Erfahrungen außerhalb der Region und in höheren Spielklassen zu sammeln. Zuletzt fotografierte sie etwa beim Drittligaspiel zwischen Viktoria Köln und Hansa Rostock. Die Arbeit in einem großen Stadion bringt dabei ganz andere Herausforderungen mit sich.

Fotografen dürfen sich nur in bestimmten Bereichen aufhalten und nicht beliebig ihre Position wechseln. Dazu kommt die Konkurrenz vieler anderer Kameras am Spielfeldrand. „Der Anspruch ist höher, im entscheidenden Moment das richtige Bild zu bekommen“, sagt Hedda.

Im Stadion verlaufen

Vor ihren ersten Einsätzen sei sie deshalb nervös gewesen. Bei ihrem ersten Spiel in Düsseldorf habe sie sich im Stadion sogar verlaufen. Gleichzeitig habe sie die Menschen vor Ort bislang als hilfsbereit erlebt und bereits viele andere Fotografen kennengelernt.

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Hedda Henneke hat die ersten Spiele im Profi-Fußball fotografiert.

Am liebsten hält Hedda Emotionen fest. Besonders Jubelszenen haben es ihr angetan. Gerade die seien jedoch schwierig zu fotografieren: „Man kann vorher nie genau wissen, wo ein Tor fällt oder in welche Richtung die Spieler danach zum Jubeln laufen. Generell mag ich Fotos besonders gerne, bei denen man Emotionen sieht. Egal ob Freude, Enttäuschung oder Anspannung.“

Solche Einsätze nutzt Hedda nicht nur für besondere Bilder, sondern auch, um ihr Portfolio auszubauen, Erfahrungen zu sammeln und Kontakte zu knüpfen. Dass Vereine dabei auch jungen Fotografen eine Chance geben, die sich erst einen Namen erarbeiten, weiß sie zu schätzen.

Wunsch: Regelmäßige Einsätze im Profifußball

Denn die 23-Jährige hat ein klares Ziel: Sie möchte irgendwann regelmäßig im Profifußball fotografieren. „Ein Champions-League Spiel bei einem großen Verein wäre für mich wahrscheinlich das absolute Highlight. Sowas wie Bayern München gegen Real Madrid. Das wäre ein Traum“, erzählt Hedda Henneke.

Auch ein Bundesligaspiel beim 1. FC Köln oder beim FC Bayern wäre für sie etwas Besonderes.

Zu Heddas Instagram-Kanal geht es hier.

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