Freiwillige Feuerwehr Wenden blickt auf ereignisreiche Zeit zurück

Premiere in Wenden: Erste Jahresdienstbesprechung auf Gemeindeebene


  • Wenden, 22.04.2023
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  • Von Sigrid Mynar
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Jahresdienstbesprechung der Freiwilligen Feuerwehr Wenden von Sigrid Mynar
Jahresdienstbesprechung der Freiwilligen Feuerwehr Wenden © Sigrid Mynar

Wenden. Zu einer Premiere der Freiwilligen Feuerwehren aus den Ortsteilen Gerlingen, Hillmicke, Hünsborn und Wenden kam es am Freitagabend, 21. April, in der Aula der Gesamtschule Wenden: Es war die erste gemeinsame Jahresdienstbesprechung aller Einheiten.


Für die erste Jahresdienstbesprechung dieser Art hatte Gemeindebrandinspektor Joachim Hochstein, der im vergangen Jahr das Amt von seinem Vorgänger Wolfgang Solbach übernommen hatte, gleich 194 Urkunden im Gepäck, mit denen langjährige Wehrleute geehrt und Beförderungen beurkundet wurden.

Der Ehrungsmarathon wurde notwendig, weil aufgrund der Corona-Pandemie drei Jahre lang keine Jahresdienstbesprechung stattfinden konnte.

Personelle und organisatorische Änderungen

Joachim Hochstein blickte zunächst auf ein ereignisreiches Jahr 2022 zurück, in dem ein Generationswechsel stattgefunden hatte.

Digitalisierung und Inbetriebnahme der neuen Funkzentrale im Feuerwehrgerätehaus und das Einführen regelmäßiger Quartalsgespräche mit den zuständigen Ämtern in der Verwaltung fanden in dieser Zeit statt.

Zudem wurde die Nachfolge des stellvertretenden Leiters der Feuerwehr Josef Alfes geregelt. Jens Winnersbach und Kevin Frohnenberg wurden am 31. März, rückwirkend zum 1. Januar, zu seinen Nachfolgern bestimmt und zu Ehrenbeamten für die Dauer von sechs Jahren ernannt.

Ebenfalls neu geschaffen wurde die Stelle eines hauptamtlichen Gerätewarts, die im Juli mit Lars Vorstadt besetzt werden konnte.

Zum sich drehenden Personalkarussell zählten auch Tobias Niklas als stellvertretender Einheitsführer in Hillmicke und Peter Arenz in Wenden.

Konstante Zahlen trotz Corona

Wehrführer Hochstein nannte die erfreulich große Anzahl von 374 Kammeraden seiner Wehr. Man habe trotz Corona kein Personal verloren.

Alleine 181 Feuerwehrmänner und -frauen leisten ihren Dienst in den Einsatzabteilungen. Weitere 19 in der Unterstützungsabteilung. Die Kinderfeuerwehr sei mit 36 und 49 in der Jugendfeuerwehr erfreulich gut besetzt. Hinzu kommen 19 Wehrleute in der Unterstützungsabteilung und 54 im Musikzug, der den Abend musikalisch umrahmte.

Herausfordernde Einsätze - Retten, Löschen, Bergen, Schützen

Jens Winnersbach stellte das Einsatzgeschehen vor, das von schweren Verkehrsunfällen, Brandereignissen und Brandsicherheitswachen geprägt war. Sein Kollege Kevin Frohnenberg gab einen Überblick über den Aus- und Fortbildungsstand im Berichtszeitraum.

Als besonders belastendes Ereignis, das die psychosoziale Unterstützung der Einsatzkräfte notwendig machte, nannte er den Alleinunfall nach einem Kirmesbesuch, bei dem zwei Personen ums Leben kamen und eine dritte aus dem Fahrzeugwrack lebend geborgen wurde. „Ein hoch belastender Einsatz nach einer so fröhlichen Kirmes“ so Winnersbach.

Hohe Investitionen für bestmögliche Bedingungen

Auch Bürgermeister Bernd Clemens hob in seiner Rede die Verdienste und den Stellenwert der Freiwilligen Feuerwehr hervor und freute sich, dass mit der gemeinsamen Jahresdienstbesprechung der fließende Übergang der einzelnen Löschgruppen zu einer gemeinsamen Wehr dokumentiert werde: „Das zeigt das Zusammenwachsen der örtlichen Einheiten zu einer Gesamtheit.“

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Erste Jahresdienstbesprechung aller Feuerwehreinheiten der Gemeinde Wenden

Beeindruckend war auch seine Aufzählung der getätigten Investitionen der Gemeinde. Für Fahrzeuge, Schutzkleidung, Notstromflutlicht und eine neue Drehleiter mit Korb wurden rund 2,5 Millionen Euro in die Hand genommen. Weitere 10 Millionen wurden in die Hochbauarbeiten der Gerätehäuser gesteckt.

Das bezeuge, so Bernd Clemens, dass die Verwaltung ihr Möglichstes tue, um für bestmögliche Bedingungen der Einsatzkräfte zu sorgen.

Auch der Kreisbrandmeister Christoph Lütticke hatte ähnlich lobende und anspornende Worte im Gepäck.

Marathon der Urkunden und Ehrungen

Zu der nicht enden wollenden Zahl der Aufnahmen, Beförderungen und Ehrungen zählten auch 15 Blauröcke, die für 25 Jahre treuen Dienst und drei, die für 35 Jahre das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber (25 Jahre) und Gold (35 Jahre) sowie eine Urkunde erhielten.

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Die Übergabe von 194 Urkunden und zahlreiche Ehrungen standen auf dem Programm

Weiteren 24 Feuerwehrmännern- und -frauen wurde die Fluthelfermedaille für ihren Einsatz bei der Flutkatastrophe im Jahr 2021 verliehen.

Sonderauszeichnung für langjährige Mitgiedschaft

Eine Sonderauszeichnung in Gold für stolze 60 Jahre Mitgliedschaft erhielten Karl-Heinz Schmidt und Rudolf Stracke, die beide der Ehrenabteilung Hillmicke angehören.

Sie wurden für langjährige Mitgliedschaften besonders geehrt. von Sigrid Mynar
Sie wurden für langjährige Mitgliedschaften besonders geehrt. © Sigrid Mynar

Für 50 Jahre Mitgliedschaft wurden Klaus Beutler und Berthold Korn (Gerlingen), Helmut Jonak (Wenden) und Reinhold Koch (Hünsborn) geehrt.

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