Feuerwehr Wenden: „Schnell wurde klar, dass sich die Lage weiter zuspitzt“

Bilanz des Hochwassereinsatzes


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Die Bachstraße in Ottfingen stand in Teilstücken mehr als einen halben Meter unter Wasser. von Feuerwehr Wenden
Die Bachstraße in Ottfingen stand in Teilstücken mehr als einen halben Meter unter Wasser. © Feuerwehr Wenden

Wenden. In einer ausführlichen Pressemitteilung berichtet die Freiwillige Feuerwehr Wenden über den Hochwassereinsatz am Montagabend, 6. Mai. „Ein Déjà-vu-Erlebnis hatten gestern Abend nicht nur die Einsatzkräfte der Feuerwehr Wenden, sondern auch viele Anwohner in Ottfingen, Wenden und Gerlingen“, schreibt Pressesprecher Christopher Quast.


Weiter heißt es: „Der Wetterdienst hatte für Montag, 6. Mai, ergiebige Regenfälle für die Gemeinde Wenden angekündigt. Dass diese jedoch so heftig ausfallen würden, damit hatte niemand gerechnet. Bereits gegen 18 Uhr wurde der erste Alarm in der Ortschaft Wenden ausgelöst.

Nicht einmal eine Stunde später rückte die Feuerwehr in Hünsborn aus, um sich ein Lagebild von der überspülten Verbindungsstraße nach Altenhof zu machen. Unmittelbar darauf ging auch der erste Alarm für den Ortsteil Ottfingen ein.

An der Koblenzer Straße in Gerlingen wurden mehrere hundert Sandsäcke eingebaut. von Feuerwehr Wenden
An der Koblenzer Straße in Gerlingen wurden mehrere hundert Sandsäcke eingebaut. © Feuerwehr Wenden

Schnell wurde klar, dass sich die Lage weiter zuspitzt, woraufhin Vollalarm für den Wendener Feuerwehr und die Einsatzleitung ausgelöst wurde. Die Einsatzschwerpunkte lagen, wie bereits beim Hochwasser 2021, in der Bachstraße in Ottfingen und in der Wendebachstraße in Wenden.

Hinzu kamen jedoch weitere Einsatzstellen. Die Wallfahrtstraße als Verbindungsstraße zwischen Hünsborn und Altenhof, die Straße Breites Tor in Ottfingen sowie die Koblenzer Straße in Gerlingen. Da sowohl der Fluss Großmicke (Ottfingen) als auch der Wendebach (Wenden) im Verlauf in den Biggefluss (Gerlingen) münden, bereitete man sich an der Koblenzer Straße in Gerlingen frühzeitig auf die Wassermassen vor.

Aufgrund der starken Strömung waren auch die Strömungsretter der DLRG im Einsatz. von Feuerwehr Wenden
Aufgrund der starken Strömung waren auch die Strömungsretter der DLRG im Einsatz. © Feuerwehr Wenden

Durch die anhaltenden Regenfälle stiegen die Pegel so schnell an, dass die Feuerwehr allein mit ihren Pumpen an ihre Grenzen stieß. Auch die Gefährdung der Einsatzkräfte durch die steigenden Pegel führte schließlich dazu, dass Feuerwehren und Hilfsorganisationen mit Spezialgerät aus den umliegenden Gemeinden und Kreisen angefordert werden mussten.

Mit Hochleistungspumpen der Feuerwehr Olpe und des THW Bergneustadt konnte man, wenn auch nur langsam, gegen die Wassermassen vorgehen. Vor Ort machte sich auch Bürgermeister Bernd Clemens machte ein Bild der Lage. Auch die Kreiseinsatzleitungen wurde einberufen, um die koordinierenden Kräfte in der Einsatzleitung in Wenden zu unterstützen.

Bürgermeister Bernd Clemens macht sich ein Bild vor Ort. von Feuerwehr Wenden
Bürgermeister Bernd Clemens macht sich ein Bild vor Ort. © Feuerwehr Wenden

Der gesamte Einsatz vor Ort zog sich bis in die frühen Morgenstunden des Dienstags. Insgesamt waren Feuerwehr, Technisches Hilfswerk, Deutsches Rotes Kreuz, Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft und Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung mit ca. 290 Einsatzkräften im Einsatz.“

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