Bestattungswald in Schönau ab Anfang 2020

Bürgermeister Clemens informierte im Gemeinderat Wenden


Topnews
 von Symbol Sven Prillwitz
© Symbol Sven Prillwitz

Wenden. Eine besondere Überraschung hatte Wendens Bürgermeister Bernd Clemens am Ende der Sitzung des Gemeinderates am Mittwoch, 27. März, zu bieten: Er informierte darüber, dass es wahrscheinlich schon bald einen Bestattungswald in der Gemeinde geben wird.


„Es hat gute Gespräche mit dem Wendener Kirchenvorstand gegeben. Und der Kirchenvorstand hat sich inzwischen dafür ausgesprochen, dass neben dem Friedhof in Schönau ein Bestattungswald entstehen kann“, berichtete der Bürgermeister. Direkt neben dem Friedhof besitzt die Kirchengemeinde ein Grundstück mit etwa 15 Eichen, dass gut als Bestattungswald geeignet sei, so Clemens.
Erzbistum muss noch zustimmen
Die Kirchengemeinde kann aber nicht alleine entscheiden, ob das Gelände tatsächlich bald für Bestattungen genutzt werden kann. „Das muss noch mit dem Erzbistum in Paderborn abgeklärt werden und es muss eine entsprechende Satzung erarbeitet werden“, sagte Clemens. Alle Beteiligten seien aber optimistisch, dass die Pläne schnell realisiert werden können und der Bestattungswald schon Anfang 2020 nutzbar ist.

Die Idee, andere Begräbnisformen zu prüfen, hatte die SPD gehabt. Sie hatte von Beisetzungen einiger verstorbener Wendener Bürger im Ruheforst in Friesenhagen-Crottorf erfahren. Auch im Bestattungswald in Olpe-Sondern lassen sich zunehmend Verstorbene von außerhalb der Kreisstadt beisetzen. „Ein Interesse an einer solchen Bestattungsform ist auch bei uns vorhanden“, konstatierte vor einigen Wochen der Wendener SPD-Fraktionsvorsitzende Stephan Niederschlag.
Prüfauftrag erledigt
Auf seinen Antrag hin war die Verwaltung im Februar beauftragt worden, zu prüfen, ob und wo in der Gemeinde Wenden ein Bestattungswald entstehen könne. „Diesen Prüfauftrag haben wir schnell erledigt“, freute sich Bürgermeister Clemens im Gemeinderat.
Artikel teilen: