AWO sammelt Briefmarken, Korken und alte Handys für den guten Zweck

Abgabe in Begegnungsstätte Wenden


Jutta Hecken-Defeld und Sibille Niklas vom Vorstand der AWO Wenden mit zahlreichen gesammelten Briefmarken für Bethel. von privat
Jutta Hecken-Defeld und Sibille Niklas vom Vorstand der AWO Wenden mit zahlreichen gesammelten Briefmarken für Bethel. © privat

Wenden. Seit sieben Jahren steht eine Sammelbox der Briefmarkenstelle Bethel gut sichtbar im Schaufenster der AWO-Begegnungsstätte Wenden. Nun ist wieder ein 17 Kilogramm schweres Briefmarkenpaket auf die Reise zu seinem Bestimmungsort Bethel gegangen. Neben Briefmarken sammelt die AWO auch Korken und alte Handys für den guten Zweck.


In den Werkstätten von Bethel finden Menschen mit Behinderung eine sinnvolle Beschäftigung. Bethel kann alle Briefmarken gut gebrauchen: deutsche und ausländische, gestempelte und ungestempelte Marken, ob auf Postkarten und Briefumschlägen oder ausgeschnitten. Beim Ausschneiden sollte ein Rand von einem Zentimeter gelassen werden, um die Marke nicht zu beschädigen. In Bethel werden die Marken nach Ländern sortiert und dann für den Verkauf abgepackt.

Nachhaltig und sozial

Unter dem Motto „Korken für Kork“ sammelt die AWO Wenden zudem seit vielen Jahren Korken für die Behindertenwerkstätten in Kehl-Kork, die dort zu Baumaterialien verarbeitet werden. „Unser Sammelaufkommen ist mit den Jahren kontinuierlich gestiegen und wir hatten des Öfteren schon mit Platzproblemen zu kämpfen“, hebt Reinhard Jung, Vorsitzender der AWO Wenden, die positive Resonanz in der Gemeinde Wenden hervor.

Die Arbeiten in der Diakonie Kork werden von Menschen mit Behinderung verrichtet. Für die Beschäftigten dort konnten durch die Recycling-Aktion feste Arbeitsplätze in der Korkverarbeitung eingerichtet werden. „Korken für Kork ist ein erfolgreiches soziales und zugleich ökologisches Projekt“, betont AWO-Vorstandsmitglied Jutta Hecken-Defeld und bedankt sich bei allen Sammlern und der heimischen Gastronomie für die Unterstützung.

Wertvolle Rohstoffe in alten Handys

In fast jedem Haushalt liegen noch einige ausgediente Handys in der Schublade, die niemand mehr benutzt. Aber wohin mit den Altgeräten? In Handys sind Gold, Silber, Palladium, Kupfer und Platin verbaut – wertvolle und teils seltene Rohstoffe, die nur wiederverwertet werden können, wenn sie fachgerechtet recycelt werden.

Um dies einfach zu gestalten, hat der AWO-Kreisverband Siegen-Wittgenstein/Olpe eine Handy-Recycling-Box entwickelt. Eine davon steht in der AWO-Begegnungsstätte Wenden. Die Altgeräte werden in den Siegener Recycling Werkstätten wiederverwertet – damit werden die Arbeitsplätze von Langzeitarbeitslosen gesichert, denen die SRW als Sprungbrett zurück auf den ersten Arbeitsmarkt dient. Gleichzeitig geht pro Gerät ein kleiner Betrag an die Einrichtung, in der das Handy abgegeben wurde.

Briefmarken, Korken und ausrangierte Handys können in der AWO-Begegnungsstätte in Wenden abgegeben werden. Öffnungszeiten können der Tagespresse entnommen werden. Ein günstiger Abgabetermin ist immer freitags in der Zeit von 15 bis 18 Uhr.

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