Ausfall der „Wendschen Kärmetze“ ein „Stich mitten ins Herz“
Solidaritätsbekundung in Wenden
- Wenden, 16.08.2020
- Von Sigrid Mynar
Wenden. Als „Stich mitten ins Herz“ hat Bürgermeister Bernd Clemens am Samstagnachmittag, 15. August, die Corona bedingte Absage der Wendener Kirmes bezeichnet. Das empfinde er selbst so, aber auch die Menschen seiner Gemeinde, die tief verwurzelt mit diesem Volksfest sind und sich bisher nicht vorstellen konnten, dass die 268-jährige Tradition von einem Virus unterbrochen würde.


Aber auch Gemeinschaftsgeist mit den Vereinen, die traditionell Bierwagen und Versorgungsstände betrieben, sei damit gemeint. Ihnen fehle nun das Geld, das das Kirmeswochenende normalerweise für die Vereinsarbeit in ihre Kassen spült. Bernd Clemens nannte seine und die Gefühlslage der Wendener Bevölkerung „Schmerz der Seele“. Wenn Gemeinde- und Dorfbewohner sich bisher ihr „man sieht sich“ zuriefen, war damit immer das Kirmeswochenende gemeint, an dem man sich tatsächlich sah.

Arens machte deutlich, wie tief die Corona-Krise in die Berufsausübung seiner Verbandsmitglieder eingegriffen habe und dies vermutlich noch lange Zeit tun werde. Zahlreiche seiner Kollegen seien in finanzieller Not und nicht allein durch die Sofortmaßnahmen der Bundesregierung zu retten. Er kritisierte, dass die Landesregierung bei den Vorschriften sehr unterschiedliche Maßstäbe ansetze und nannte als Beispiel große Wochenmärkte, die weiterhin stattfinden dürfen, oder Großunternehmen, die unbürokratisch Riesensummen erhielten.
„Stellen Sie sich vor, Sie hätten über so viele Monate keinerlei Einnahmen“. Ich glaube, wir werden einige meiner Kollegen deshalb nicht mehr auf Märkten wiedersehen. „Und deshalb tut jede moralische Unterstützung gut“, so Patrick Arens.
