Arbeitskreis Zahngesundheit füllt Schultüten von Gerlinger Erstklässlern

Gesunde Überraschungen für Schulanfänger


Das Zahnmännchen ist am Donnerstag, 31. August, bei der Einschulung in Gerlingen mit dabei. von privat
Das Zahnmännchen ist am Donnerstag, 31. August, bei der Einschulung in Gerlingen mit dabei. © privat

Gerlingen. Der Schulanfang steht vor der Tür und für rund 1280 Kinder im Kreis Olpe gehört natürlich auch die Schultüte an diesem Tag dazu. Nach dem Motto „Überraschungstüte statt Zuckertüte“ plant der Arbeitskreis Zahngesundheit Westfalen-Lippe in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe nun schon zum 22. Mal die Schultütenaktion.


Am Donnerstag, 31. August, beginnt für 52 „I-Dötzchen“ in der kath. Grundschule Gerlingen der Ernst des Lebens. Der Arbeitskreis Zahngesundheit überrascht dabei die Lernanfänger mit ganz besonderen Schultüten: So werden diese mit vielen Überraschungen wie z.B. einer Pausenbrotdose, einer bruchsicheren Getränkeflasche, einem Memoryspiel oder einem Arbeits-, Mal- und Bastelheft sowie mit allerlei Nützlichem für den Schulalltag zahnfreundlich gefüllt.

Das Zahnmännchen des Arbeitskreises überreicht gemeinsam mit der Schulrätin Britta Halbe den Kindern die bunten Schultüten als besonderes Highlight während der Einschulungsfeier.
Ursprung in Jena
Der Ursprung der Schultüte ist in der Stadt Jena zu finden: Im Jahr 1817 schenkte ein Vater seinem Sohn zur Einschulung eine riesige Tüte Konfekt. Früher wurden die Schultüten mit Süßigkeiten gefüllt, um den Lernanfängern den Schulanfang sprichwörtlich zu versüßen. Schokolade, Lutscher, Bonbons und Kekse hatten aber in den „alten Zeiten“ noch einen ganz anderen Stellenwert und galten als etwas Besonderes und Seltenes.

Heutzutage sind in den Geschäften die Regale voller süßer Leckereien. Zu jeder Gelegenheit und überall gibt es etwas zu naschen. Süßigkeiten gehören bei vielen Kindern zum Alltag. Diese Gewohnheiten haben Konsequenzen – nicht nur, dass ein beachtlicher Teil des Taschengeldes für diese Naschereien verschwindet, zu viel Süßes schadet der Figur und nicht zuletzt den Zähnen.
Mehr naturgesunde Gebisse
Die zahnärztlichen Untersuchungsergebnisse für den Kreis Olpe zeigen, dass sich die Anzahl der naturgesunden Gebisse innerhalb der letzten Jahre verbessert hat. Im Untersuchungsjahr 2015 hatten rund 52 Prozent der sechsjährigen Kinder ein naturgesundes Gebiss, bei 36 Prozent wurde Karies festgestellt.

Damit immer mehr Kinder zahngesund in die Schule starten können, sollten zahnprophylaktische Bemühungen mit Einstieg in die Kindergarten- und Schulzeit intensiviert und kontinuierlich fortgeführt werden. In diesem Alter sind Kinder offen und aufnahmebereit, so dass sich eine gesunde Lebensweise steuern lässt. Diesem Anspruch folgt der Arbeitskreis Zahngesundheit durch jährliche, aufeinander aufbauende Besuche in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen.
Kindergärten und Grundschulen im Blick
Der Arbeitskreis Zahngesundheit in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe, zu dem die gesetzlichen Krankenkassen, die niedergelassenen Zahnärzte, das Gesundheitsamt und das Schulamt gehören, betreut mit verschiedenen Prophylaxemaßnahmen bereits seit 1992 die Kindergärten und Grundschulen in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe.
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