Zum Volkstrauertag: Gefallenenehrung in Oberveischede


1967 wurde das Ehrenmal in Oberveischede eingeweiht. von privat
1967 wurde das Ehrenmal in Oberveischede eingeweiht. © privat

Oberveischede. Der erste Weltkrieg hat bis zu seinem Ende am 11. November 1917 etwa 17 Millionen Menschenleben gefordert. An das Kriegsende vor 100 Jahren wird in diesem Jahre vielerorts erinnert, so auch in Oberveischede, wenn am Volkstrauertag die Opfer in den Mittelpunkt gestellt werden.


Am 1. August 1914 begann die Mobilmachung. Genährt vom überbordenden Nationalismus und dem Gefühl, dem Kriegsgegner überlegen zu sein, zogen damals viele Männer freudig in den Krieg und glaubten an einen schnellen Sieg.

„Auch bei uns war es nicht anders“, sagt Helmut Sangermann von den Oberveischeder Heimatfreunden, „die alte Schulchronik des Dorfes, damals geführt von Lehrer Göckeler sagt, dass alleine von hier 26 Männer und Jünglinge dem Ruf des Kaisers folgten und ‚zu den Fahnen‘ eilten.“
Feierliche Gedenkstunde in der St. Luzia-Kirche
Am 17. November um 18.30 Uhr findet in der St. Luzia-Kirche eine Wort-Gottes-Feier statt, an die sich die Gefallenenehrung anschließt. Fotos der heimischen Soldaten gibt es nicht, aber die dorfbezogenen Zitate der Schulchronik und die Namen der Gefallenen sollen deutlich machen, wie tief dieser Krieg in das Dorfleben eingegriffen hat, hoffen die Heimatfreunde.

Feierlich gestaltet wird die Gedenkstunde vom Schützenverein St. Michael, der Löschgruppe Oberveischede und dem neu formierten gemischten Chor Liederkranz, der an diesem Abend seinen ersten Auftritt im Dorf hat. Für die Ansprache konnte Carsten Sieg (CDU Olpe) gewonnen werden. Die Dorfgemeinschaft lädt dazu ein.
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