Wie aus Freunden Täter werden: „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“

Theater in Olpe


Kino, Theater, Kultur von © peych_p / Fotolia
Kino, Theater, Kultur © © peych_p / Fotolia

Olpe. Nach zwei ruhigen Jahren aufgrund der Coronapandemie erwartet das Publikum am Donnerstag, 7. April, 20 Uhr, in der Stadthalle Olpe die Theateraufführung „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“.


Zum Inhalt: Eine Kleinstadt in der brandenburgischen Provinz. Hier wächst Mimi in den 1980er- und 90er-Jahren auf. Mit dem Nachbarsjungen Oliver leistet sie den Pionierschwur und sie naschen heimlich von den Schnapskirschen der Eltern. Plötzlich ist die Wende da. Der Niedergang der DDR verspricht einen Neuanfang, weckt Hoffnungen einerseits – und führt zu tiefen Verunsicherungen andererseits.

Gesellschaftlicher Umbruch

Auch an Mimis Familie geht der gesellschaftliche Umbruch nicht spurlos vorbei. Außerdem zerbricht Mimis Freundschaft mit Oliver, als er sich einer Gruppe Skinheads anschließt. Schon bald ist er ihr Anführer und lässt sich »Hitler« nennen. Die Neonazis kontrollieren zunehmend das Leben in der kleinen Stadt.

Angst macht sich breit. Auch Mimi wird bedroht und muss vor ihrem ehemaligen Freund fliehen. Das Theaterstück bringt eindrucksvoll auf den Punkt, wie rechtes Gedankengut, Wut und Hass um sich greifen, wie aus Kinderfreunden Täter und aus Oliver ›Hitler‹ werden konnte.

Tickets sind in der Geschäftsstelle Stadtmarketing & Kultur (Westfälische Straße 11) erhältlich oder telefonisch bestellbar unter tel.02761/83 12 99 und tel.02761/83 19 00. Es gelten die am Veranstaltungstag gültigen Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen.


Artikel teilen: