Wichtige Wasserleitung wird erneuert: B 54 wochenlang gesperrt

Kreiswerke investieren acht Mio. Euro


  • Olpe, 30.03.2026
  • Straße & Verkehr , Verschiedenes
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Ein Bagger hebt einen Graben aus (Symbolfoto, KI-generiert) von Google Gemini - mit KI erstellt
Ein Bagger hebt einen Graben aus (Symbolfoto, KI-generiert) © Google Gemini - mit KI erstellt

Olpe. Die Erneuerung der Trinkwasserleitung zwischen den Hochbehältern Imberg und Rhonardberg, eine der beiden Hauptleitungen der Kreiswerke Olpe, geht in den zweiten Bauabschnitt. Nach Abschluss des ersten Abschnitts im vergangenen Jahr werden die Arbeiten fortgesetzt. Die neue Leitung kreuzt die B 54 im Bereich Olpe-Hohl und wird bis zum Ortsausgang Lütringhausen entlang der Bundesstraße neu verlegt.


Aufgrund einer kurzfristigen Anpassung des Zeitplans muss bereits ab Dienstag, 31. März, die Bundesstraße 54 von Rhode bis zur Kreuzung Osterseifen voll gesperrt werden. Die Umleitung erfolgt über die B 55 bis zum Abzweig Griesemert und die Straße „Im Osterseifen“.

Die Vollsperrung ist aus Gründen des Arbeitsschutzes und der Materialanlieferung unvermeidbar. Durch die Ausführung wesentlicher Arbeiten in den Osterferien kann der Zeitraum der Vollsperrung auf rund acht Wochen verkürzt werden. Im weiteren Bauverlauf wird noch einmal eine kurzfristige Vollsperrung der B 54 erforderlich werden. Der Großteil der Bauarbeiten soll unter halbseitiger Sperrung umgesetzt werden.

Die B 54 bis ab 31. März zwischen Hohl und der Kreuzung Osterseifen gesperrt (rot). Die Umleitungsstrecke ist grün markiert. von Kreis Olpe
Die B 54 bis ab 31. März zwischen Hohl und der Kreuzung Osterseifen gesperrt (rot). Die Umleitungsstrecke ist grün markiert. © Kreis Olpe

Die Erneuerung der Haupttransportleitung ist nötig, weil die vorhandene Trinkwasserleitung sanierungsbedürftig ist. Sie wurde 1972 in Betrieb genommen und versorgt einen Großteil von Olpe, ganz Wenden und Teile von Kirchhundem. „Zum Verschleiß kommt hinzu, dass die Ortschaften seitdem gewachsen sind und der Wasserverbrauch sich stark erhöht hat“, erklärt Benedikt Hilchenbach, Leiter der Kreiswerke Olpe.

Die heutige Bebauung ist auch der Grund, warum die neue Trasse nicht am Ort der alten verlaufen kann: Wo diese vor über 50 Jahren „über die grüne Wiese“ verlegt wurde, stehen heute oft Häuser, zum Beispiel in Lütringhausen und am Hatzenberg. Das macht Reparaturen schwierig.

Felsiger Baugrund

Mit einem Rohrdurchmesser von 40 Zentimetern, einem Wasserdruck von bis zu 22 bar und einer Pumpenleistung von 300 Kubikmetern pro Stunde ist die neue Trinkwasserleitung zukunftssicher dimensioniert. Am Hochbehälter Imberg werden auch drei neue Förderpumpen, eine neue Trafostation und eine Photovoltaik-Anlage errichtet.

Im Vergleich zum ersten Bauabschnitt, wo die Verlegung der Leitung größtenteils in offener Bauweise durch weichen Boden erfolgte, birgt der zweite Bauabschnitt größere Herausforderungen. Der Baugrund ist im Bereich der Bundesstraße felsig und deutlich schwieriger zu bearbeiten. Mit der Straßen- und Tiefbau GmbH aus Kirchhundem konnte ein leistungsfähiges Unternehmen für die komplexe Baumaßnahme gefunden werden.

Die Fertigstellung des zweiten Bauabschnittes ist für Ende 2026 geplant. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich auf ca. acht Millionen Euro.

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