Vodafone-Kunden seit 12 Tagen ohne Internet: Wir sind ziemlich verzweifelt
Gleich zwei Störungen in Rehringhausen
- Olpe, 02.11.2021
- Verschiedenes
- Von Wolfgang Schneider
Rehringhausen. Im Pfarrer-Hammeke-Weg in Rehringhausen fühlt man sich aus der digitalen Welt herauskatapultiert. Seit zwölf Tagen sind eine Reihe von Vodafone-Kunden ohne Internet und Telefon. Mehrfach bekamen sie von ihrem Anbieter SMS-Nachrichten mit der Mitteilung „Störung behoben“. Doch dem ist nicht so – zumindest für die meisten Betroffenen.



Wie Recherchen von LokalPlus und Nachfragen bei Vodafone ergaben, handelt es sich nämlich nicht nur um eine Störung, sondern um zwei Störungen in unterschiedlichen Bereichen. Das hat für Verwirrung gesorgt und teilweise die Falschmeldungen der angeblichen Störungsbeseitigung ausgelöst. Doch inzwischen hat man bei Vodafone die Probleme genau analysiert und hofft, die betroffenen Kunden möglichst schnell wieder online bringen zu können.

Die eine Störung wurde durch einen Kabelschaden ausgelöst, der bei Bauarbeiten verursacht worden war. In diesem Fall ist das Kabel inzwischen repariert und von den 19 Kunden im Pfarrer Hammeke-Weg und der Straße „Zur Killmecke“, die sprichwörtlich in die Röhre guckten, können fünf wieder Internet und TV genießen.
Bei den anderen Nachbarn sorgte das für Irritationen. Wie sich herausstellte, war aber nicht nur der Kabelschaden schuld am Netzausfall, sondern es gab zudem ein defektes Bauteil, dass im Erdreich unter der Straße verbaut ist.

„Der Defekt an diesem Bauteil ist am 22. Oktober aufgetreten und bisher nicht behoben. Er ist dafür verantwortlich, dass zwölf Kunden im Pfarrer-Hammeke-Weg und zwei Kunden in der Killmecke nach wie vor von einem Ausfall betroffen sind“, berichtete Vodafone-Pressesprecher Volker Petendorf am Dienstagnachmittag, 2. November.

Nach Petendorfs Angaben ist man bei Vodafone startklar, um den Fehler zu beheben: „Ersatz für das defekte Bauteil ist bestellt und geliefert worden. Die Aufbruchgenehmigung ist am 29. Oktober bei der Stadt beantragt worden und das Tiefbauunternehmen steht parat. Was uns fehlt, ist die Genehmigung. Dann legen wir los und hoffen, den Schaden dann innerhalb weniger Stunden beheben zu können.“

Darauf warten die betroffenen Anlieger seit Tagen sehnsüchtig. „Die Nerven liegen langsam blank. Der Ausfall ist zermürbend und nervig, vor allem für Leute, die im Homeoffice arbeiten, und für Studenten, die digitale Seminare haben“, berichtet Anwohnerin Bernadette Schmelzer. Immer wieder hätten sie und andere Nachbarn bei Vodafone nachgefragt, doch getan habe sich nichts – außer der nicht korrekten SMS-Meldung „Schaden behoben“. Schmelzer: „Wir sind inzwischen ziemlich verzweifelt.“
Volker Petendorf kann den Frust der Kunden verstehen. „Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten und die Probleme bei der Kommunikation. Wir stehen Gewehr bei Fuß, um den Schaden jetzt schnell zu beheben.“
