„Viele Lehrer sehen sich dem Risiko nicht mehr gewachsen“

Leserbrief zum Ende der Maskenpflicht


 von Symbol Grafik: Sophia Poggel
© Symbol Grafik: Sophia Poggel

Olpe. Mit der zum Schuljahresstart geltenden Maskenpflicht im Unterricht, die am 1. September abgeschafft worden ist, beschäftigt sich ein Leserbrief von Sonja Ludwig. Sie ist in Olpe Lehrerin an der Sekundarschule Olpe-Drolshagen und schreibt:


„Schüler trugen bisher Masken auf dem gesamten Schulgelände. Dadurch schützten sie vor allem ihre Mitschüler und alle anderen in der Schule. Ja, die Masken sind nicht immer angenehm. Auch die Lehrer trugen diese, wenn der Abstand nicht eingehalten werden konnte. Also vor allem bei individuellen Erklärungen. Dadurch waren Lehrer und Schüler etwas geschützt.

Seit dem 1. September sind die Masken für Schüler im Unterricht wegfallen. Bessere Konzentration und hoffentlich weniger Kopfschmerzen. Aber wer schützt die Lehrer, die auf rund 100 und mehr Schüler am Tag treffen? Die werden dann angeschnieft und stehen ganztägig im Aerosol.

Und das, obwohl viele Lehrer trotz Vorerkrankungen und erhöhtem Alter im Unterricht stehen. Viele von uns sehen sich dem Risiko nicht mehr gewachsen. Mich ärgert, dass es immer nur um die armen Schüler geht. An die Lehrer denkt niemand dabei. Darüber berichtet niemand.“
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