Update: 200 Einsatzkräfte bei Brand gefordert – 170 Menschen evakuiert

Ermittlungen zur Ursache dauern an


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Das Zimmer in der Flüchtlingsunterkunft in Olpe brannte komplett aus. von Kai Osthoff
Das Zimmer in der Flüchtlingsunterkunft in Olpe brannte komplett aus. © Kai Osthoff

Olpe. In der zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) des Landes NRW in Olpe ist es am Sonntagabend, 7. Dezember, zu einem größeren Brandereignis gekommen.


Update von Montag, 8. Dezember, 15.30 Uhr:

In der Nacht wurden 95 Bewohner aus dem Gebäude evakuiert und mittlerweile anderweitig untergebracht. Ein Bewohner wurde behandelt, da er Rauch eingeatmet hatte. Der Sachschaden wird insgesamt auf einen sechsstelligen Eurobetrag geschätzt.

Nach ersten Erkenntnissen der Brandermittler der Kreispolizeibehörde Olpe könnte der Brand durch ein technisches Küchengerät verursacht worden sein. Dies ist Gegenstand weiterer Ermittlungen.

Update von Montag, 8. Dezember, 13 Uhr:

Gegen 20.30 Uhr meldeten Bewohner ein Feuer in einem der Wohnräume. Als die ersten Kräfte der Feuerwehr nur sieben Minuten später eintrafen, stand das Zimmer bereits in Vollbrand. Die Flammen drohten auf das darüberliegende Geschoss überzugreifen.

Da zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich noch Menschen in angrenzenden Räumen aufhielten, leitete die Feuerwehr umgehend eine umfassende Suche ein – über mehrere Treppenräume, die Drehleiter und eine Steckleiter. Rund 90 Bewohner konnten das Gebäude rechtzeitig verlassen. Lediglich eine Person erlitt leichte Verletzungen.

Stockwerk stark beschädigt

Ein Stockwerk der Einrichtung wurde durch das Feuer so stark beschädigt, dass es vorerst nicht mehr nutzbar ist. Vor Ort unterstützten der Rettungsdienst des Kreises Olpe sowie die Malteser die medizinische Versorgung. Zudem war ein umfangreicher Betreuungseinsatz notwendig.

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200 Einsatzkräfte waren in den Einsatz an einer Flüchtlingsunterkunft in Olpe involviert.

Die Feuerwehr und städtische Mitarbeitende richteten kurzfristig die Turnhalle der ehemaligen Realschule als Notunterkunft ein. Für den Transport der insgesamt rund 170 Bewohner kamen mehrere Mannschaftstransporter und ein Rettungsbus aus Siegen zum Einsatz.

Vor Ort übernahmen eine Einsatzeinheit des DRK, Notfallseelsorger sowie Kräfte der psychosozialen Notfallversorgung die Betreuung der Menschen. Bürgermeister Tobias Schulte verschaffte sich persönlich ein Bild der Lage und koordinierte die erforderlichen Maßnahmen seitens der Stadt.

100 Menschen nach Heggen verlegt

Da Teilbereiche der ZUE durch den Brand längerfristig unbewohnbar sind, wurden in der Nacht etwa 100 Menschen in eine weitere Landeseinrichtung nach Finnentrop-Heggen verlegt. Dort kümmerte sich eine weitere Einsatzeinheit um die Versorgung.

Gegen 5 Uhr am frühen Montagmorgen konnten die Einsatzmaßnahmen beendet werden. Insgesamt waren rund 200 Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Hilfsorganisationen und Polizei im Einsatz. Trotz des erheblichen Sachschadens zeigt sich die Feuerwehr zufrieden: Das entschlossene Eingreifen und die gute Zusammenarbeit aller beteiligten Stellen hätten Schlimmeres verhindert.

Die Polizei will sich im Laufe des Montags, 8. Dezember, näher zu einer möglichen Ursache für das Feuer sowie zur Höhe des entstandenen Sachschadens äußern.

Ursprünglicher Artikel:

Feuer in der Flüchtlingsunterkunft Am Finkenhagen in Olpe: Dort ist am späten Sonntagabend, 7. Dezember, ein Zimmer komplett ausgebrannt.

Um 20.30 Uhr waren die Einsatzkräfte alarmiert worden: Im ersten Obergeschoss der Unterkunft brannte ein Zimmer. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand das Zimmer im Vollbrand, starker Rauch breitete sich aus. Durch die extreme Hitze platzten Fenster.

Ein Rettungsbus aus Siegen ist auf dem Weg, um die betroffenen Geflüchteten zwischenzeitlich neu unterzubringen. Rund 50 Personen, die von dem Brand betroffen sind, werden noch in dieser Nacht in der Turnhalle der Olper Realschule untergebracht. Das Ordnungsamt Olpe ist im Einsatz.

Zur Brandursache gibt es noch keine Erkenntnisse. Eine Person ist nach derzeitigem Kenntnisstand leicht verletzt. Die Löscharbeiten dauern an (Stand: 21.50 Uhr).

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