Tobias Schulte neuer Bürgermeister in Olpe – CDU verliert absolute Mehrheit
Update zur Wahl in Olpe – das sind die neuen Ratsvertreter
- Olpe, 15.09.2025
- Politik
- Von Lorena Kleinund Nicole Voss
Olpe. Das Bürgermeister-Amt in der Kreisstadt bleibt CDU-Sache. Tobias Schulte hat sich bei den Kommunalwahlen am Sonntag, 14. September, gegen den parteilosen Kandidaten Dr. Norbert Seyfert durchgesetzt. Schulte konnte knapp 60 Prozent der Stimmen gewinnen. Trotzdem erlebten die Olper Christdemokraten auch einen Dämpfer.




Update von Montag, 15. September, 10.40 Uhr:
Die Zusammensetzung der neuen Stadtverordnetenversammlung steht fest (siehe Infokasten am Artikelende). Die Wahlbeteiligung bei der Ratswahl lag bei 60,3 Prozent. Vor fünf Jahren hatte sie bei 56,1 Prozent gelegen.
Ursprungsartikel von Sonntag, 23.20 Uhr:

Künftig stellt die CDU-Fraktion nicht mehr die absolute Mehrheit im Stadtrat. Mit 46,1 Prozent stehen ihr künftig 18 Sitze zu – 6,1 Prozentpunkte und 2 Sitze weniger als bei der Kommunalwahl 2020. Die Grünen verlieren einen Sitz im Stadtrat und kommen auf 13,5 Prozent (-1,3 Punkte) und fünf Sitze.
Die Olper SPD wird zukünftig mit fünf Sitzen und somit einem Ratsmitglied mehr vertreten sein, denn sie bekam 12,5 Prozent (+2,9 Punkte) der Stimmen. Leicht zulegen konnte auch die FDP mit einem Ergebnis von 6,2 Prozent (+0,4 Punkte), es bleibt jedoch bei zwei Sitzen.
Gewinner der Wahl ist die UCW Olpe, die sich im Vergleich zu 2020 von 14 auf 21,7 Prozent der Stimmen steigerte und acht Ratsmandate errang. UCW-Fraktionsvorsitzender Christian Ratte meinte: „Wir können zufrieden sein. Wir haben über sieben Prozentpunkte zugelegt. Das sind drei Sitze mehr für uns.“ Klaus Dornseifer von der UCW holte ein Direktmandat, alle anderen errang die CDU.

Im Olper Ratssaal blickten zwischen angeregten Gesprächen zahlreiche gespannte Augen auf die Leinwand mit den aktuellen Statistiken. Zur Halbzeit der Auszählungen in den Wahlkreisen zeichnete sich dann immer mehr eine Tendenz ab – für Tobias Schulte von der CDU.
59,2 Prozent der Olper Wähler gaben dem 44-Jährigen, der bisher als Hauptamtsleiter bei der Stadtverwaltung tätig ist, ihre Stimme.
„Ich blicke freudig in die Zukunft, jetzt endlich für Olpe wieder was bewegen zu können. Dass wir jetzt in den Arbeitsmodus und wieder in die Sachpolitik für Olpe kommen“, freute sich Tobias Schulte. Sein Ziel seien 60 Prozent gewesen, und das tatsächliche Ergebnis liege nah dran.

„Der Wahlkampf war hart und herausfordernd, aber fair. Und jetzt: Haken drunter und produktiv in die Zukunft!“, so Schulte, der sich bei dem tollen Team der CDU und im Rathaus bedankte und scherzte: „Ich bin morgen früh ein bisschen später hier.“
Dr. Norbert Seyfert, der als parteiloser Kandidat von SPD, UCW und Grünen unterstützt wurde, holte 40,8 Prozent und hatte somit ebenfalls zahlreiche Wähler auf seiner Seite. Für das Amt des Bürgermeisters reichte es am Ende aber nicht.

„Die Wähler haben die Bürgermeisterwahl für Herrn Schulte entschieden. Bei der Stadtverordnetenversammlung war das Ziel der Opposition, die absolute Mehrheit der CDU zu brechen“, so Dr. Seyfert.
„Der Wahlkampf war lebhaft und es gab viele Diskussionen in der Stadt. Das Ergebnis, das sich da abbildet, ist wahrscheinlich von jedem Wähler ein bisschen hinterfragt worden. Ich denke, da kann man sagen, dass es auch inhaltlich ein solides Ergebnis ist“, betonte der parteilose Gegenkandidat.
Sitzverteilung in der Stadtverordnetenversammlung: CDU 18, UCW 8, Grüne 5, SPD 5, FDP 2.
So sieht der neue Stadtrat aus
CDU (18 Sitze): Peter Kliche, Frank Clemens, Christian Schneider, Sandra Schulte, Nicole Hütte, Markus Arens, Ann-Sophie Hoffmann, Jürgen Sonsalla, Ulrike Beckmann, Jochen Ritter, Markus Bröcher, Chris Schröder, Robert Heite, Michael Baumann, Verena Hengstebeck, Michael Scheffel, Michael Josef Wrede, Meinhard Remberg.
UCW (8 Sitze): Klaus Dornseifer, Christian Ratte, Andreas Zimmermann, Peter Uwe Schmidt, Klaus-Martin Ohm, Sven Ochibowski, Jörg Muckenhaupt, Gerald Siegmar Sasse.
Grüne (5 Sitze): Zaklina Janson, Jan Frederik Gruß, Regina Kühn, Dr. Christian Schröder, Felicitas Regina Brun.
SPD (5 Sitze): Volker Reichel, Christin-Marie Stamm, Jan Wichterich, Lea Schneider, Johannes Truttmann.
FDP (2 Sitze): Andreas Stenzel, Kimberley Becker.
