St.-Martinus-Kirche erstrahlt im Kerzenschein für den Frieden

Dritte „Nacht der Lichter“


Rund 500 Personen nahmen an der dritten Nacht der Lichter in der St.-Martinus-Kirche in Olpe teil. von privat
Rund 500 Personen nahmen an der dritten Nacht der Lichter in der St.-Martinus-Kirche in Olpe teil. © privat

Olpe. Rund 500 Leute haben sich jetzt zur dritten großen „Nacht der Lichter“ eingefunden, die das junge Netzwerk TABOR erstmalig in der St.-Martinus-Kirche in Olpe veranstaltete. Diesmal war sie – bewusst am Jahrestag des Kriegsbeginns in der Ukraine – als Friedensgebet gestaltet.


Bei der Ankunft wurden die Besucher aller Generationen von einer orangefarbenen Illumination des Kirchenraumes begrüßt. Orange Tücher, die von der Decke herabhingen, mit Kerzen bestückte rote Ziegelsteine sowie beleuchtete Christus-Ikonen lenkten den Blick auf den Altarraum. Noch vor Beginn war fast jeder Platz belegt.

„Wir sind echt überwältigt von dem großen Zuspruch“, berichtet Ann-Sophie Siebert aus Olpe aus dem Vorbereitungsteam. „Es kamen junge und alte Menschen aus dem ganzen Sieger- und Sauerland angereist. Darunter auch einige Gruppen Firmlinge.“ Auch Vertreter aller vier in Olpe ansässigen Konfessionen - der katholischen, der evangelischen, der griechisch-orthodoxen und der freikirchlichen Gemeinde - waren vor Ort.

Musikalische Begleitung durch Projektchor

Nicht nur die Gestaltung der Kirche, sondern auch die ruhigen, meditativen Taizé-Gesänge und Zeiten der Stille luden zu Ruhe und Gebet ein. Ein großer Projektchor, ein kleines Ensemble und zwei Solisten unter der Leitung von Hannah Tillmann unterstützten den Gesang der Gottesdienstbesucher.

Zu Beginn verteilten Jugendliche und Priester das Kerzenlicht, so dass nach wenigen Minuten die ganze Kirche im Kerzenschein erstrahlte. „Es war wirklich eine besondere intensive Atmosphäre“, beschreibt Jens Malkemper aus Burbach seinen Eindruck des Abends.

Oranges Licht und zahlreiche Kerzen sorgten für eine meditative Atmosphäre in der St.-Martinus-Kirche. von privat
Oranges Licht und zahlreiche Kerzen sorgten für eine meditative Atmosphäre in der St.-Martinus-Kirche. © privat

Die Gesänge wechselten sich mit Gebeten und Schrifttexten ab. Als besonders bewegend empfanden viele die Friedensaktion, bei der für jedes Land, in dem Krieg oder militärische Konflikte herrschen, eine Kerze auf dem Altar entzündet wurde. Dabei kamen ganze 31 Kerzen zusammen.

„Wir haben sehr gute Rückmeldungen von vielen Menschen erhalten. Die Leute waren wirklich bewegt und berührt“, ist Alexander Sieler, Leiter des jugendspirituellen Netzwerkes TABOR, begeistert. „Man spürt: Bei unserem vollen Alltag, dem verbreiteten Stress und den Unsicherheiten durch Krieg, Inflation und Leistungsdruck braucht unser Geist Zeiten von Stille, Gebet und Meditation. Dafür war die Nacht der Lichter eine gute Gelegenheit.“

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