SPD-Politikerinnen zu Gast in der Frauenberatungsstelle Olpe
Frauen helfen Frauen
- Olpe, 05.07.2023
- Politik
Olpe. Zu einem gemeinsamen Gespräch mit Elisabeth Piroth und Julia Löser in der Frauenberatungsstelle Olpe haben sich jetzt die SPD-Politikerinnen Nezahat Baradari (MdB), Christin-Marie Stamm (MdL) und Jutta Hecken-Defeld (Vorsitzende SPD Wenden) getroffen, um sich über die Arbeit des Vereins „Frauen helfen Frauen“ zu informieren.

Mit dem Verein Frauen helfen Frauen gibt es eine besondere ehrenamtlich getragene Stütze im Kreis Olpe – durchschnittlich 1.400 Beratungen im Jahr finden über den Verein statt.
Die Vorsitzende des Vereins, Elisabeth Piroth und Julia Löser, Mitarbeiterin im Frauenhaus, gingen auf die Angebote für Frauen in Krisensituationen ein. Der Bedarf an Beratung, Unterstützung und therapeutischer Begleitung durch die Frauenberatungsstelle Olpe habe definitiv zugenommen, betonte Elisabeth Piroth.

Die Mitarbeiterinnen in der Frauenhilfestruktur geben ihr Bestes, um mit den Herausforderungen umzugehen, stoßen aber an ihre Grenzen. Die räumlichen Möglichkeiten, um von Gewalt betroffene Frauen aus ihrer häuslichen Umgebung zu holen, seien stark eingeschränkt.
„Benötigt werden weitere Schutzplätze, denn wir müssen immer auch die Kinder im Blick haben, die von häuslicher Gewalt ebenso betroffen sind“, erläuterte Julia Löser die Situation. Auch der knappe Wohnungsmarkt trage dazu bei, dass betroffene Frauen immer länger im Frauenhaus verweilen müssten, bis eine bezahlbare Wohnung gefunden sei.
„Frauenhäuser und Frauenberatungsstellen müssen bedarfsgerecht ausgebaut werden. Um weitere Platzkapazitäten zu schaffen und die Finanzierung sicherzustellen, ist die Landesregierung gefordert“, erklärte die Landtagsabgeordnete Christin-Marie Stamm.

„Das gesellschaftliche Tabu um Gewalt gegen Frauen ist noch nicht gebrochen“, sagte Jutta Hecken-Defeld. „Vor allem die niederschwellige Arbeit muss mehr in den Fokus gerückt werden, damit Frauen in Notsituationen nicht lange überlegen müssen, wo sie Hilfe finden.“
Die Bundestagsabgeordnete Nezahat Baradari informierte über den Runden Tisch „Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen“, an dem Frauenhäuser, Bund, Länder und Kommunen beteiligt sind. Ziel sei es, den Ausbau und die finanzielle Absicherung von Frauenhäusern und Fachberatungsstellen voranzubringen.
Eine gute Nachricht konnte die Abgeordnete bereits ankündigen: „Künftig will sich auch der Bund an der Regelfinanzierung der Häuser beteiligen.“
