Robin Entrup holt ein 1:1 gegen Schalke-Trainer Miron Muslić

Rüblinghauser an ZDF-Torwand


Topnews
Robin Entrup (l.) traf im aktuellen Sportstudio des ZDF auf Schalke-Trainer Milon Muslić. von privat
Robin Entrup (l.) traf im aktuellen Sportstudio des ZDF auf Schalke-Trainer Milon Muslić. © privat

Mainz/Rüblinghausen. Robin Entrup vom VfR Rüblinghausen hat einen besonderen Abend in Mainz erlebt: An der Torwand im ZDF-Sportstudio trat er am Samstagabend, 12. September, gegen einen Bundesliga-Trainer an. Am Ende hieß es 1:1 gegen Schalke-Trainer Miron Muslić.


Fast noch mehr als das Duell vor den Kameras dürfte Entrup jedoch die Begegnung mit seinem prominenten Gegner abseits der Torwand in Erinnerung bleiben. Mit nach Mainz reisten auch die VfR-Spieler David Berg und Frederik Döppeler.

Berg hatte Entrups Traumtor gegen den FC Eiserfeld für die Wahl bei fussball.de eingereicht und damit die Geschichte ins Rollen gebracht (LokalPlus berichtete). In Mainz angekommen, wartete zunächst das Kontrastprogramm zum Bezirksliga-Alltag.

Maske, Backstage-Bereich, Vorbereitung auf die Sendung – und dann plötzlich ein gemeinsames Abendessen mit Muslić. „Wir haben in Ruhe gegessen und getrunken, das Abendspiel geschaut und bestimmt zwei Stunden über Gott und die Welt gesprochen“, erzählt Entrup.

„Er war ein sehr authentischer und sympathatischer Mensch.”
— Robin Entrup über Milon Muslić

Der Trainer habe den Sauerländern schnell die anfängliche Anspannung genommen. „Er war ein sehr authentischer und sympathischer Mensch, hat lockere Sprüche gemacht. Die Atmosphäre war richtig entspannt und witzig“, berichtet Entrup. Das gemeinsame Abendessen sei für ihn eines der Highlights des Abends gewesen.

Besonders spannend: Gemeinsam verfolgten sie das Zweitliga-Abendspiel – und Entrup bekam einen kleinen Einblick in die Sichtweise eines Bundesliga-Trainers. Muslić habe erklärt, auf welche Situationen und Details er während einer Partie achte. „Das Spiel mal ein bisschen aus Trainersicht mitzuverfolgen, das hatte schon was.“

Muslić plant Punkte gegen Gladbach ein

Auch Entrups Fußballliebe kam zur Sprache. Als der 31-Jährige erzählte, dass er Borussia-Mönchengladbach-Fan sei, habe Muslić schmunzeln müssen. Seine Antwort: Die Punkte gegen Gladbach plane er schon fest ein.

Dann rückte die Torwand näher. Moderator Sven Voss kündigte Entrups Siegertor gegen Eiserfeld mit einem Augenzwinkern an: „Dass man in Rüblinghausen Fußball spielen kann und Tore schießen kann, sehen wir hier.“

Bildergalerie starten
Robin Entrup traf im aktuellen Sportstudio des ZDF auf Schalke-Trainer Milon Muslić.

Für Entrup war es kein einfacher Gegner: Laut der Schalke-Funktionäre Frank Baumann und Youri Mulder hatte sich der Schalke-Trainer in der Vergangenheit intensiv an der Torwand vorbereitet. Mulder traute ihm sogar vier Treffer zu.

Nervosität? Fehlanzeige. „Ich hatte einfach Bock auf die Aktion“, sagt Entrup. Beim Probeschießen habe es sogar ziemlich gut funktioniert. Und auch die lockere Stimmung mit Muslić und dem Sportstudio-Team habe geholfen. „Ich habe eigentlich nur versucht, alles aufzusaugen und zu genießen.“

Beide treffen mit Ansage

Im Duell selbst lief es dann nicht ganz treffsicher. Muslić setzte seinen letzten Versuch oben mit Ansage durch die Öffnung. Entrup musste nachziehen – und tat es ebenfalls mit Ansage. Endstand: 1:1.

Ganz zufrieden war der Rüblinghauser zunächst nicht. „Beim Probeschießen ging deutlich mehr. Vielleicht hätte ich mir ein bisschen mehr Zeit lassen sollen.“ Doch mit etwas Abstand überwog die Freude: „1:1 gegen einen Bundesliga-Trainer – alles wunderbar.“

Und Muslić hatte noch eine Überraschung parat: Er schenkte Entrup ein aktuelles Schalke-Trikot von Edin Džeko mit seiner Unterschrift. Natürlich wurde auch das gemeinsame Erinnerungsfoto gemacht. Beides soll einen liebevollen Platz finden.

Eine kleine Parallelwelt

Nach der Sendung ging es noch einmal hinter die Kulissen. Für Entrup war die gesamte Reise eine Erfahrung, die sich kaum mit einem normalen Fußballwochenende vergleichen lässt. „Das war ein einmaliges Erlebnis, das so wahrscheinlich nicht noch einmal kommen wird. Eine kleine Parallelwelt, in der man sich plötzlich wiedergefunden hat.“

Artikel teilen: