Paveier und Freunde bescheren einen Abend voller Gefühle
Weihnachtliche Atmosphäre mit Gänsehautmomenten
- Olpe, 07.12.2025
- Kultur
- Von Catriona Rath
Olpe. Einen Abend von strahlend bis nachdenklich mit Humor, aber auch tiefgründigen Momenten haben Paveier und Freunde mit ihrer Kölsche Weihnacht am Samstagabend, 6. Dezember, den rund 500 Gästen in der Stadthalle in Olpe geboten. Sie animierten das Publikum zum Mitsingen und Klatschen und sorgten für einen abwechslungsreichen Abend in weihnachtlicher Atmosphäre.




Im Namen des Elferrats der Kolpingsfamilie Olpe begrüßte Präsident Thomas Löser die Anwesenden. „Nehmen Sie diesen Zauber und die Magie des heutigen Abends mit nach Hause und schenken es allen, die heute leider nicht hier sind, um den Zauber der kölschen Weihnacht zu erleben.“ Insgesamt 18 Weihnachtsshows spielen die Paveier und Freunde dieses Jahr, und beim fünften Konzertabend machten sie zum ersten Mal in Olpe Halt.

Die Bühne erstrahlte in festlichem Glanz mit einem großen beleuchteten Stern in der Mitte und zwei beleuchteten Weihnachtsbäumen rechts und links. Und auch einige der Gäste strahlten in schicken Kleidern oder lustigen Weihnachtsoutfits. Sven Welter, Frontman der Paveier, freute sich, nach 20 Jahren Kölsche Weihnacht heute mal in Olpe Gast zu sein. Er dankte mit dem ersten Song des Abends „Nit alle Engel han Flüjel“ allen stillen Helfern auf der Welt.
Als erste musikalische Gäste am Abend begrüßte Sven die Schülerinnen Valeria und Lea von der Colonia Akademie für Musik und Tanz aus Köln-Mühlheim zusammen mit dem Kölner Rundfunk-Streichquartett auf der Bühne. Gemeinsam mit den Paveier Musikern sangen sie die Lieder „Äppel, Nöss & Marzipan“ und „Hinger de Stääne“. Daran schlossen die Paveier ihren Song „Kleine Pänz han jroße Auje“ an.

Seit 1983 gibt es die kölsche Band Paveier mittlerweile schon, von den Gründungsmitgliedern ist noch Detlef Vorholt dabei. Zu der sechsköpfigen Band gehören neben ihm und Sven Welter (Hauptgesang, Gitarre) außerdem Klaus Lückerath (Gitarre, Gesang), Alexander Klaus (Gitarre, Keyboard, Gesang), Marcel Richard (Bassgitarre), und Johannes Gokus (Schlagzeug), der in Wenden lebt und somit ein Heimspiel hatte.
Keine Frage: Die Paveier hatten an diesem Abend viel Freude mit dem Publikum. Bei seiner weihnachtlichen kölsche Mundart Geschichte zeigte Klaus Lückerath, dass er auch schauspielerisches Talent hat. Er las die Geschichte nicht einfach nur vor, sondern ließ sie hörbar lebendig werden – jede Figur erhielt ihre eigene Stimme und ihren eigenen Klang und brachte das Publikum zum Lachen und Mitfiebern.
Bei jeder kölschen Weihnacht laden Paveier auch Newcomer Bands ein. Dieses Jahr darf die kölsche Band King Loui sie begleiten. Mit modernem kölschem Sound bringen Max Rohde, Julian Grossmann, Kai Scharrenbroich, Pascal Boudali und Harun Berkovic frischen Wind in die Karnevalsszene und halten gleichzeitig die kölschen Traditionen hoch. Sie performten „Irjendwann“ und „Konfetti en d`r Hand“, wobei sie letzteren einfach kurzerhand zu „Lametta en d`r Hand“ umfunktionierten und das Publikum zum Mitsingen und Klatschen animierten.

Gänsehautfeeling gab es kurz vor der Pause, als die Paveier zusammen mit dem Streichquartett das Lied „Hallelujah“ spielten und die anwesenden Gäste im Saal den Refrain mitsangen. Apropos Streichquartett: Als dieses ein Paveier-Medley anstimmte, sang das Publikum bei “Leev Marie“ lautstark mit.
Zum wiederholten Male waren Sopranistin Constanze Störk und Kabarettist Marc Metzger alias „Dä Blötschkopp“ bei der Kölschen Weihnacht mit von der Partie. Constanze Störk in Begleitung des Streichquartetts begeisterte das Publikum mit den Liedern „Ave Maria“ und „Nessun dorma“. Kabarettist Marc Metzger alias „Dä Blötschkopp“ beschäftigten hingegen Fragen zum diesjährigen Weihnachtsessen und zur richtige Ansprache beim Gendern.
Das rund dreistündige Programm bot den Besuchern einen kurzweiligen und abwechslungsreichen Abend und stimmte wunderbar auf die weitere Adventszeit und Weihnachten ein.
