Nutria grast seelenruhig am Olper Busbahnhof
Großes Nagetier in Innenstadt
- Olpe, 24.09.2026
- Verschiedenes
- Von Wolfgang Schneider
Olpe. Nutrias sind im Kreis Olpe mittlerweile keine Seltenheit mehr. Vor allem an der Lenne in Finnentrop und auch in Altenhundem haben sich die ursprünglich aus Südamerika stammenden Nagetiere etabliert. Eine Nutria in der Olper Innenstadt, die Monika Huesmann am Mittwoch, 23. September, beobachtet hat, ist dagegen ungewöhnlich.

„Gestern sah ich zu meinem großen Erstaunen in Olpe am Busbahnhof - nahe dem Biggebach ein großes Tier, das eifrig Gras fraß. Offenbar ist es eine Nutria“, berichtete sie der LokalPlus-Redaktion. Es war Nachmittag und das Tier nahm mich gar nicht zur Kenntnis! Das Fell glänzte nass, es war wohl aus den Wasser gekommen.“

Beobachtet hat Monika Huesmann die Nutria am Ufer des Biggebaches in Höhe des Bussteiges 4. „Außer mir waren wenige Leute am Busbahnhof unterwegs, niemand hat sich offenbar für das Tier interessiert.“ Dabei sind Nutrias, die auch Biberratten genannt werden, durchaus stattliche und nicht zu übersehende Tiere. Sie erreichen ausgewachsen eine Körperlänge von bis zu 65 Zentimetern (zuzüglich des 30 bis 45 Zentimeter langen runden Schwanzes) und wiegen acht bis zehn Kilo.
Am späten Donnerstagnachmittag meldete sich Monika Huesmann noch einmal bei der LP-Redaktion und berichtete: „Gegen 17 Uhr lief ich an derselben Stelle am Busbahnhof entlang: Jetzt waren zwei Tiere da. Sie zeigten auch ihre orangenen Zähne. Diesmal gab es noch junge Leute, die sich interessierten. Als auch noch ein Hund kam, trollten sie sich!“

Nutrias sehen putzig aus, sind aber nicht wirklich gern gesehen, da sie mit ihren Grabtätigkeiten Uferböschungen destabilisieren können. An Talsperren wie dem Biggesee verfolgt der Ruhrverband die Ansiedlung der als invasiv geltenden Nager sehr aufmerksam. Grundsätzlich sollten Nutrias nicht gefüttert werden, um die ohnehin starke Vermehrung nicht noch zu beschleunigen.
