Nachhaltig, effizient, hochmodern: Neubau des Forstamts in Olpe eröffnet

Ministerin spricht von Vorzeigeobjekt


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Das neue Forstamt in Olpe -  hier als Visualisierung zu Beginn der Bauplanung. von Wald und Holz NRW
Das neue Forstamt in Olpe - hier als Visualisierung zu Beginn der Bauplanung. © Wald und Holz NRW

Olpe. Holz ist einer der ältesten Baustoffe und gleichzeitig der modernste. Er ist effizient, nachhaltig und klimaschonend. Viele Gründe, um den Neubau des Regionalforstamts Kurkölnisches Sauerland in Olpe in Holzrahmenbauweise und damit vorrangig aus Holz zu errichten. Am Dienstag, 21. Oktober, hat Ministerin Silke Gorißen gemeinsam mit Forstamtsleiter Marlon Ohms, der Projektverantwortlichen Uta Löer und Landrat Theo Melcher den modernen Neubau eröffnet.


Ministerin Silke Gorißen sagte: „Das neue Gebäude des Regionalforstamts Kurkölnisches Sauerland ist ein Vorzeigeprojekt für modernes und nachhaltiges Bauen mit Holz. Die Landesregierung wirbt eindrücklich für mehr Holzbau. Von zukunftsfähigen Holzgebäuden wie diesen brauchen wir noch viel mehr in NRW.“ Landrat Theo Melcher fand, der Neubau sei „ein Haus für die, die den Wald verstehen – und gemeinsam mit den Waldbauern der Region die Zukunft unseres Waldes gestalten“.

Borkenkäferholz verwendet

Die tragenden Wände des Gebäudes wurden in Holzrahmenbauweise, die Decken aus massiven Brettschichtholzementen und klassischen Holzbalkendeckenelementen errichtet. Einzig die bodennahen Bauelemente wurden aufgrund der Hanglage mineralisch erstellt.

Mit einem Wärmebedarf von 15 kWh pro Quadratmeter und Jahr kann das Holzgebäude besonders energieeffizient beheizt werden. Bemerkenswert ist auch die Verwendung von sogenanntem Borkenkäferholz. Dieses zeigt zwar ungewöhnliche Farbnuancen, hat aber keine konstruktiven Nachteile.

„Waldwerkstatt“ im Kellergeschoss

Marlon Ohms, Leiter des Regionalforstamts, betonte: „Ich freue mich, in diesem Gebäude nicht nur arbeiten, sondern auch viele Gäste begrüßen zu dürfen. Denn unser Forstamt öffnet nun auch die Türen für Veranstaltungen, zum Beispiel aus dem Bereich der Umweltbildung und beinhaltet eine eigene Waldwerkstatt.“ Dafür sei das Gebäude mit einem bis zu 200 Personen fassenden Sitzungs- und Veranstaltungsbereich konstruiert worden.

Die sogenannte „Waldwerkstatt“ ist im Kellergeschoss mit Blick auf die Stadt Olpe untergebracht: Sie ist Teil des Kooperationsprojektes „Lernort Wald für Menschen mit Behinderungen“ von Wald und Holz NRW mit dem Schulzentrum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe in Olpe, dem Kreis Olpe, der Kreisstadt Olpe und dem Förderverein der Max von der Grün-Schule.

Hintergrund
  • Das Regionalforstamt Kurkölnisches Sauerland mit Sitz in Olpe ist eines von 15 Regionalforstämtern in Nordrhein-Westfalen und zuständig für eine Waldfläche von rund 42.000 Hektar. Rund 90 Prozent des Waldes hier sind in privatem Besitz.
  • Es umfasst das Gebiet des Kreises Olpe mit seinen sieben Kommunen. Darüber hinaus werden in unmittelbarer Nachbarschaft Staatswaldflächen im Märkischen und Oberbergischen Kreis bewirtschaftet.
  • Die Klimakrise ist auch im Bereich des Regionalforstamts sichtbar angekommen. Der Borkenkäfer hatte hier zum Absterben der vormals dominierenden Fichte geführt, mittlerweile wachsen aber auf den ehemaligen Schadflächen junge Bäume, vorwiegend als Mischung verschiedener Laub- und Nadelholzarten.





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