Mit Expertenhilfe: CDU Olpe arbeitet Fehler und Versäumnisse auf

„Arbeit künftig bürgernäher gestalten“


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Da waren die Zeiten noch anders: Markus Arens (l.), Vorsitzender des CDU-Stadtverbands Olpe, und Bürgermeister Peter Weber nach dem Nominierungsvorschlag im November 2024. Anfang April 2025 kündigte Weber an, nicht mehr zu kandidieren. von CDU-Stadtverband Olpe
Da waren die Zeiten noch anders: Markus Arens (l.), Vorsitzender des CDU-Stadtverbands Olpe, und Bürgermeister Peter Weber nach dem Nominierungsvorschlag im November 2024. Anfang April 2025 kündigte Weber an, nicht mehr zu kandidieren. © CDU-Stadtverband Olpe

Olpe. Die CDU Olpe erlebt seit dem Frühjahr turbulente Zeiten. Die Planungen für das neue Rathaus sind nach einer Kostenexplosion erst einmal ausgesetzt. Gescheiterte Projekte wie die Genossenschaft Olper Hütte oder der Parkhausneubau am Freizeitbad haben viel Geld verschlungen. Bürgermeister Peter Weber tritt zur Kommunalwahl nicht mehr an und die technische Beigeordnete Judith Feldner wurde abgewählt.


All diese Dinge werden zwar in einer Pressemitteilung des CDU-Stadtverbandes nicht direkt angesprochen. Doch in einer internen Veranstaltung der CDU kurz vor Olper Schützenfest, an der circa 60 Parteimitglieder teilnahmen, wurde offenbar Klartext gesprochen und nach neuen Wegen gesucht. Man habe sich, so heißt es in der Mitteilung, „intensiv mit der Entwicklung der kommunalpolitischen Arbeit der Stadtratsfraktion in den vergangenen Jahren auseinandergesetzt“. Da habe „die ehrliche und offene Aufarbeitung von Fehlern, Herausforderungen und Versäumnissen“ im Mittelpunkt gestanden.

Ursachen analysiert

Markus Arens, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes, betont: „Uns war es wichtig, offen und ehrlich Bilanz zu ziehen, Fehler zu erkennen und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen. Unser Ziel ist es, das Vertrauen der Bürger zurückzugewinnen und die kommunalpolitische Arbeit künftig wirksamer und bürgernäher zu gestalten.“

Laut Pressemitteilung sieht sich die CDU, die die absolute Mehrheit im Stadtrat hat, in besonderer Verantwortung gegenüber den Bürgern. Die in den vergangenen Monaten geäußerte Kritik an der Arbeit der Fraktion habe man zum Anlass genommen, die Ursachen zu analysieren und daraus konkrete Lehren für die Zukunft zu ziehen.

Arbeitskodex für künftige Arbeit

Die parteiinterne Aufarbeitung wurde von Meinhard Remberg (Oberveischede) begleitet, der als erfahrener Manager der SMS-Group beruflich seit langem mit der Analyse und Aufarbeitung komplexer Organisationsprozesse befasst ist. Mit einem Team aus CDU-Mitgliedern beleuchtete er die vergangenen Jahre aus verschiedenen Perspektiven, führte Gespräche und sichtete Unterlagen.

Vergangene Woche wünschten Stadtverbandsvorsitzender Markus Arens, Bürgermeisterkandidat Tobias Schulte und Fraktionschef Frank Clemens ein frohes Schützenfest von CDU Olpe/Instagram
Vergangene Woche wünschten Stadtverbandsvorsitzender Markus Arens, Bürgermeisterkandidat Tobias Schulte und Fraktionschef Frank Clemens ein frohes Schützenfest © CDU Olpe/Instagram

„Die wesentlichen Kritikpunkte und Versäumnisse wurden systematisch herausgearbeitet. Auf dieser Grundlage hat Meinhard Remberg ein Konzept entwickelt, das Wege und Maßnahmen für eine bessere und transparentere politische Arbeit aufzeigt“, heißt es in der Presseerklärung. Die Ergebnisse sollen als Leitfaden und Arbeitskodex für die zukünftige Arbeit der Fraktion dienen. Auf dem Instagram-Kanal der CDU Olpe wird Markus Arens wie folgt zitiert: „Offene Fehleranalyse ist die Grundlage für eine bessere Zukunft.“

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