Mehr als 100 Neuntklässler absolvieren das erste Berufspraktikum am SFG

Erste Schritte in der Berufswelt


  • Olpe, 26.09.2022
  • Schule & Bildung , Verschiedenes
Vincent Heuel, Zoe Emfietzis, Ole Simon und Samuel Wurm (v.l.) berichten zufrieden von ihren Erfahrungen im zweiwöchigen Berufspraktikum. von privat
Vincent Heuel, Zoe Emfietzis, Ole Simon und Samuel Wurm (v.l.) berichten zufrieden von ihren Erfahrungen im zweiwöchigen Berufspraktikum. © privat

Olpe. Erstmals fand jetzt für die Jahrgangsstufe 9 des St.-Franziskus-Gymnasiums das verpflichtende Berufspraktikum statt. Mehr als 100 Schüler nahmen daran teil.


Mit dem neu einsetzenden G9er Abitur und dem damit verbundenen Mehr an Schulzeit absolvieren die Schüler am SFG nun zwei verpflichtende Praktika: das schon seit Jahren etablierte Sozialpraktikum und das Berufspraktikum. „Wir wollen die Schüler unterstützen, ihren Weg zu finden, und dafür braucht es eine berufliche Orientierung, die nicht nur theoretisch ist, sondern praktisch“, hebt Studien- und Berufsberaterin Manuela Mengel-Münker hervor.

In den zwei Wochen gehe es vor allen Dingen darum, sich selbst, seine eigenen Stärken und Fähigkeiten sowie Interessen zu testen und kennenzulernen, ergänzt Kollege Philipp Krause.

Selbstständig aktiv werden

Ein wesentlicher Teil des Praktikums ist, dass die Schüler vor allem auch selbst bei der Suche nach einem Praktikumsplatz aktiv werden sollen. Die Suche, das telefonische Erstgespräch oder eine erste schriftliche Kontaktaufnahme werden als wichtige Schritte hin zum selbstständigen und verantwortungsbewussten Handeln angesehen. Das funktionierte bei den 109 Schülern mit hilfreichen Tipps durch das Elternhaus, die Studienbegleiter der Schule und private Kontakte richtig gut.

So auch bei Vincent Heuel, Ole Simon und Samuel Wurm, die bei EMG Automation in Wenden zwei Wochen lang Einblicke in das Unternehmen erhalten konnten. Besonders begeistert äußerten sich die drei Schüler über die abwechslungsreichen Aufgaben. „Jeden Tag durften wir eine andere der insgesamt acht Abteilungen kennenlernen. Das war spannend und unsere Betreuer waren richtig nett“, betont Samuel Wurm.

Abwechslung in der „Instandhaltung“

„Ich hätte nicht gedacht, dass ich in der Produktion mitarbeiten kann. Das hat echt Spaß gemacht“, ergänzt Ole Simon. Für Vincent Heuel war besonders die Abteilung der „Instandhaltung“ interessant: „Es gab immer etwas Neues zu tun: Ich durfte dabei helfen, Fernseher aufzuhängen, Abgrenzungen abzubauen, Starkstromstecker einzubauen und vieles mehr“.

Zoe Emfietzis verbrachte ihre zwei Praktikumswochen auf dem Islandpferdegestüt Kirchwald in Bergneustadt: „Mir wurde von Anfang an viel Vertrauen entgegengebracht, ich konnte zum Beispiel dabei helfen, die Ställe auszumisten, die Pferde fertig zu machen und war wirklich überrascht darüber, als ich sogar mitreiten durfte.“

Wichtige Erfahrungen

Philipp Krause und Manuela Mengel-Münker ziehen ein positives Fazit: „Im Ansatz haben viele Praktikanten erfahren, wie es im Berufsleben abläuft und worauf es ankommt. Das ist für viele auch ein Motivationsschub für den weiteren schulischen Weg: Wenn den Jugendlichen klarer wird, wofür sie lernen.“

Ob das Praktikum sinnvoll war? Die vier Neuntklässler denken ja: „Vorher dachte ich, ein Studium ist der einzig wahre Weg. Jetzt kann ich mir auch vorstellen, dass eine Lehre spannend sein könnte“, fasst Samuel Wurm seine Erkenntnis zusammen.

Dank an die Betriebe

Dass die jungen Erwachsenen diese wertvollen Erfahrungen überhaupt machen können, hängt in hohem Maße von dem Engagement der vielen Betriebe ab, die sich dazu bereiterklären, Praktikanten aufzunehmen, sie zu begleiten, Fragen zu beantworten und ihnen das Gefühl zu vermitteln, wertgeschätzt zu werden. Ein großer Dank gilt daher allen Betrieben, die zum Gelingen des Berufspraktikums an dem St.-Franziskus-Gymnasium beigetragen haben.

Artikel teilen: