Kreatives Blütenprojekt bringt in Saßmicke Menschen zusammen

Das Dorf neu entdecken


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Gruppenfoto der Saßmicker Kunstgruppe vor einer Blüte. von privat
Gruppenfoto der Saßmicker Kunstgruppe vor einer Blüte. © privat

Saßmicke. Sechs große, farbige Blütenskulpturen machen Saßmicke seit einigen Monaten zu einem besonderen Erlebnisraum: Es ist ein kreatives Leitsystem entstanden, das Kunst, Information und Gemeinschaft verbindet. Die über 2 Meter hohen Metallblüten stehen an verschiedenen Standorten im Dorf.


Jede Blüte bietet kurze Texte auf den Blütenblättern sowie per QR-Code abrufbare ausführliche digitale Inhalte auf der interessant gestalteten Internetseite. Dort gibt es Informationen zu Geschichte, Natur und Umgebung des jeweiligen Blüten-Standortes.

Initiiert und koordiniert wurde das Projekt von Nicole Rabenstein, die die Idee gemeinsam mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern umgesetzt hat. „Wir wollten unser Dorf sichtbar machen und gleichzeitig einen Ort schaffen, der informiert und Freude bereitet“, so Rabenstein. Rund 25 Einwohner und der St.-Johannes-Schützenverein Saßmicke begleiteten das Projekt über anderthalb Jahre hinweg von der Planung bis zur Umsetzung.

Die Saßmicker Künstlerinitiative lackiert die Metall-Blüten. von privat
Die Saßmicker Künstlerinitiative lackiert die Metall-Blüten. © privat

Finanziert wurden die Blüten im vergangenen Jahr über die Kleinprojekteförderung der LEADER-Region Biggeland sowie durch Spenden regionaler Kreditinstitute. „Die Blüten bringen Menschen zusammen – egal ob jung oder alt“, findet Nicole Rabenstein. „Sie laden dazu ein, unser Dorf neu zu entdecken.“

Wer weiß schon, dass der seltene Ameisenbläuling in Saßmicke rumflattert, dass die „alte Eiche“ kein Baum ist, es ein Kindertelefon im Dorf gibt und es früher mal, neben zwei Lebensmittelgeschäften, einen Mini-Dorfladen gab. Das und vieles mehr lässt sich beim Rundgang entlang der Blüten digital nachlesen.

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Nicole Rabenstein an der Dorfeingangs-Blüte.

Ziel des Projektes ist es nach Auskunft der Initiatorin, Saßmicke durch eine Skulpturenfamilie aus Margeriten nach außen hin sympathisch zu präsentieren, Wissen spielerisch und modern zu vermitteln sowie das Dorfleben zu ergänzen.

Das Konzept hat nach Meinung von Nicole Rabenstein Modellcharakter: Die Verbindung aus Kunst, Information und digitaler Plattform lässt sich auch auf andere Orte übertragen. „Wäre doch schön wenn aus dem Blütendorf ein Blütenmeer im Sauerland würde“, hofft sie auf Nachahmer.

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