Intensiv statt verstaubt: religiöse Schulwoche am SGO
Neues Konzept
- Olpe, 05.11.2021
- Verschiedenes
Olpe. Ganz ungezwungen, nicht verstaubt und im persönlichen Rahmen: Am Städtischen Gymnasium in Olpe haben Ende Oktober religiöse Schulwochen für die Jahrgangsstufen 9 und Q1 stattgefunden.



Religiöse Schulwoche – das klingt zunächst etwas verstaubt und trocken. Manche standen der Idee skeptisch gegenüber, weil sie sich vor Veranstaltungsbeginn nicht so recht vorstellen konnten, was sich hinter dieser besonderen Schulwoche verbirgt.
Montag ging es dann los mit der religiösen Schulwoche. Für jeweils zwei Unterrichtsstunden gab es eine Unterbrechung des Schulalltags unter dem Motto „Wie sieht deine Zukunft aus?“ Von dem Standpunkt ausgehend, dass „Religion das ist, was die Menschen unmittelbar angeht“, gab es keine festgelegten Ziele oder Vorgaben.

Das Team der religiösen Schulwoche sieht es als seine Aufgabe an, zuzuhören und zu begleiten. Wichtig für das Konzept der Schulwoche war auch der Rahmen, in dem sie stattfand: Im Vorfeld konnten Schüler selbst auswählen, in welchen Kleingruppen sie die Doppelstunde verbringen möchten, sodass vor allem gute Freunde die religiöse Schulwoche gemeinsam begingen.
Und noch ein Aspekt widersprach dem vermeintlich angestaubten Image der Veranstaltung: Die jungen 14 Teamleiter der evangelischen und katholischen Kirche gingen spontan die Themen an, die die Kleingruppen selbst bestimmt hatten.

Entsprechend thematisch breit gefächert ging es in der Woche vom 25. bis 29. Oktober um Liebe, Freundschaft, Beziehungen und die LGTBQ –Bewegung. Die eigene Zukunft und wie man sich darauf einlassen kann, das Schulsystem, Drogen und der Umgang damit, aber auch aktuelle politische Themen oder die Sorge um die Gesundheit standen je nach Gruppe im Fokus.

Ohne ein vorgefertigtes Konzept und ohne (schulischen) Druck entstand so der Raum für einen Austausch, der von kompetenten Gesprächspartnern umrahmt wurde. Dadurch, dass Menschen von außerhalb diese Sitzungen begleiteten, waren die Sitzungen ungezwungen, Lehrpersonal wurde bewusst nicht eingesetzt.

Das Miteinander in den Gruppen und die Intensität der Gespräche empfanden viele Schüler als sehr wertvoll. So konnte die religiöse Schulwoche, auch durch die organisatorische Vorarbeit durch Religionslehrerin Heike Bovelet, eine gelungene Veranstaltung werden.
