In Olpe zu Hause: Bundesverdienstkreuz für Gretel Kemper
Verleihung im Kreishaus
- Olpe, 04.09.2020
- Von Sigrid Mynar
Olpe. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Gretel Kemper aus Olpe das Bundesverdienstkreuz verliehen. In einer kleinen Feierstunde im Kreishaus Olpe unter Corona-Bedingungen mit vielen Ehrengästen händigte Landrat Frank Beckehoff die Auszeichnung aus und würdigte die Verdienste der 81-jährigen Rentnerin.

Seit Jahrzehnten engagiert sich Gretel Kemper in der Heimatforschung und -geschichte der Stadt und des Kreises Olpe. Große Bedeutung haben ihre Bücher und Artikel über Olpe und die Dörfer ringsum. 1987 erschien ihr Buch „Olpe - ein Heimatbuch“, das 2000 in der dritten, aktualisierten Auflage erschien.

Darüber hinaus zeichnet sich Gretel Kemper durch ein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement im sozialen und kulturellen Leben der Stadt Olpe aus. Von 1977 bis 1993 war sie im Pfarrgemeinderat der St. Martinus Kirche Olpe tätig und gehörte jahrelang dem Vorstand dieses Gremiums an. Seit 1980 ist Gretel Kemper Mitglied im Beirat des Heimatvereins Olpe.

Gretel Kemper etablierte in den 1960er-Jahren einen freiwilligen Dienst von jungen Frauen und Männern im Olper St.-Martinus-Krankenhaus, um das Pflegepersonal an Sonntagen zu entlasten. Seit 1985 organisierte sie zudem zahllose Kunstausstellungen im Foyer des Olper Krankenhauses.
Ein weiteres besonderes Anliegen ist für Gretel Kemper die Renovierung und der Erhalt der Kreuzkapelle in Olpe aus dem Jahre 1737, für die sie sich seit vielen Jahren mit eigenen Mitteln, eigener Arbeitskraft sowie der Unterstützung Gleichgesinnter einsetzt.

Von 1975 bis 1987 war Gretel Kemper ehrenamtlich in der Schulpflegschaft an der St.-Franziskus-Schule in Olpe tätig. Als Schulpflegschaftsvorsitzende hat sie den Förderverein in den 1980er-Jahren wiederbelebt. Sie war im Förderverein von 1980 bis 1989 als Schriftführerin und 1989 bis 1996 als 1. Vorsitzende tätig. 1999 wurde Gretel Kemper mit dem Silbernen Ehrenbecher der Stadt Olpe ausgezeichnet.
Sichtlich dankbar und stolz nahm die Jubilarin ihre Auszeichnung und die zahlreichen Lobesworte entgegen.
Sie schloss mit den launigen Worten: „Viele Dinge, die ich gemacht habe, sind so normal. Es ist ja nicht schwer zu betteln, wenn man es für eine gute Sache tut.“
