Immobilie zu Lebzeiten übertragen – worauf man achten sollte

Großes Interesse am Webinar


Als digitale Veranstaltung fand kürzlich der Vortrag „Immobilie zu Lebzeiten übertragen“ statt, bei der Rechtsanwältin Melanie van Luijn referierte. von Sparkasse ODW
Als digitale Veranstaltung fand kürzlich der Vortrag „Immobilie zu Lebzeiten übertragen“ statt, bei der Rechtsanwältin Melanie van Luijn referierte. © Sparkasse ODW

Olpe/ Drolshagen/ Wenden. Mit dem Vortragsthema „Immobilie zu Lebzeiten übertragen“ hatte die Sparkasse Olpe-Drolshagen-Wenden offensichtlich den Nerv vieler Menschen in der Region getroffen. Denn rund 125 Teilnehmende folgten digital den Ausführungen von Melanie van Luijn, Rechtsanwältin und Spezialistin für Erbrecht.


Schnell wurde klar, dass es „die“ eine Lösung nicht gibt, denn grundsätzlich bestehen drei Möglichkeiten: Verkaufen, Verschenken oder Vererben einer Immobilie. Wie der Immobilienbesitzer vorausschauend den Übertrag nach seinen Vorstellungen mitgestalten kann, war der Schwerpunkt des Vortrags.

Verschiedene Modelle

Beim „Kind kauft Haus“-Modell muss tatsächlich Geld fließen, die Eigentümer können sich aber ein Nießbrauchsrecht oder Wohnrecht sichern. Bei Schenkungen sind Pflichtteilsrechte und die Schenkungssteuer zu beachten. Soll die Immobilie vererbt werden, kann der Nachlass durch die gesetzliche Erbfolge, ein Testament oder einen Erbvertrag übertragen werden.

Wichtig waren auch die Informationen über den sog. Sozialhilferegress. Dieser kann eintreten, wenn der Schenkende nicht mehr in der Lage ist, seinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten. Er kann die Schenkung dann rückgängig machen.

Auch der Sozialleistungsträger kann diesen Anspruch auf sich überleiten und selbst gegen den Beschenkten geltend machen. Nach 10 Jahren ist die Rückforderung allerdings ausgeschlossen. Je früher also eine Immobilie durch Schenkung übertragen wird, desto geringer wird das Risiko des Sozialhilferegresses.

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