Grundlagen der Elektrotechnik in Werthmann-Werkstätten vermittelt
- Olpe, 04.04.2018
Olpe. Mit der Konstruktion und dem Bau des elektrischen Geschicklichkeitsspiels „Der heiße Draht“ ist jetzt fünf Beschäftigten der Abteilung Olpe der Werthmann-Werkstätten der Einstieg in die Arbeit der Elektrotechnik gelungen.




An den Standorten in Attendorn, Lennestadt, Olpe und Welschen Ennest begleiten speziell ausgebildete Fachkräfte mehr als 600 Menschen mit geistigen, psychischen oder mehrfachen Behinderungen und Erkrankungen. Für ihre unterschiedlichen Bedürfnisse steht ein vielfältiges Bildungs- und Förderangebot zur Verfügung, um sie für verschiedene Arbeitsbereiche zu qualifizieren. Zusätzlich werden im Rahmen eines jährlich neu aufgestellten Kursprogramms verschiedene Kurse zur Aus- und Fortbildung angeboten, wo auch der „Heiße Draht“ entstand.
„Die Aufgaben waren vielfältig“, so Michael Laukant. „Wir haben gelernt, wie man eine technische Zeichnung umsetzt, wie man lötet, den Kupferdraht mit Spannung beaufschlägt und Kabel anschließt. Dabei haben wir auch viel über Arbeitssicherheit erfahren.“
Frank Janke erklärt den „Heißen Draht“: „Man muss mit der Zielschlaufe, die wir am Ende eines Metallstabes befestigt haben, die Kupferdrahtschlange umfahren. Damit der Stab bei der Führung nicht in der Hand rutscht, wurde er mit einem ergonomisch geformten Fahrradlenkergriff umschlossen. Das Umfahren ist nicht einfach, denn wir haben viele Schikanen wie eine Treppe und Kurven eingebaut. Berührt man den Draht einmal, leuchtet die rote Lampe und es wird ein Signal abgegeben. Die Signalisierung und Visualisierung haben wir entsprechend verdrahtet. Berührt man den Draht zum zweiten Mal, ist das Spiel vorbei. Beim fünften Versuch hatte ich den Dreh aus. Man muss schon geschickt sein.“
„Natürlich ist alles völlig ungefährlich und das Modul wurde von einem Fachmann für Arbeitssicherheit genehmigt“, meint Christoph Duwe. „Die Spannungsversorgung vom Netz wurde auf 24 Volt runtertransformiert, riskant wird es erst ab einer Stromspannung von 60 Volt aufwärts.“
Gut vorstellen könnte sich die Arbeitsgruppe auch, den „Heißen Draht“ für Bildungseinrichtungen, Seniorenheime oder auch interessierte Firmen zu bauen. Denn, so waren sich alle einig, „der ‚Heiße Draht‘ verbindet Lernen und Spaß und fördert neben technischem Verständnis und handwerklichem Geschick auch Reaktion, Motorik, Konzentration und Koordination“.
