Gelungene Vorstellung von Oberveischede trotz Dauerregen

"Unser Dorf hat Zukunft"


Die Bürger aus Oberveischede zeigten der Bewertungskommission eine gelungene Vorstellung. von Albert Schneider
Die Bürger aus Oberveischede zeigten der Bewertungskommission eine gelungene Vorstellung. © Albert Schneider

Oberveischede. Die Bewertungskommission des Kreiswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ hat am Mittwoch, 6. September, das Dorf Oberveischede begutachtet. Das Wetter spielte überhaupt nicht mit. Trotzdem konnte das Dorf, vertreten durch die Projektgruppe Dorfwettbewerb, die Jury überzeugen. Das war zumindest das Abschlussstatement vom Heinz-Josef Kraft, dem Leiter der Kommission.


Pünktlich beim Glockenschlag um 12 Uhr endete die gelungene Vorstellung des Dorfes. Begonnen wurde um 10.30 Uhr im neuen Clubhaus mit der Vorstellung des Gebäudes und des Bauprojektes durch Mike Wurm. „Im Zeitplan und im Kostenrahmen“ war seine abschließende Feststellung.
Konzeption und Umsetzung der Wettbewerbskriterien
Albert Schneider hatte zunächst die Antworten von Oberveischede zum Kriterium -Konzeption und Umsetzung- vorgestellt und erläutert. Die Leitbilder „Wir bleiben Dorf“ und „Hier wohne ich, hier will ich leben“ fassten dabei die Anstrengungen der Dorfgemeinschaft zusammen, die ganzheitliche Entwicklung des Dorfes voranzutreiben. Nach dem Gang über den Sportplatz stand die Vorstellung der Marienkapelle mit dem restaurierten Altar auf dem Zeitplan, dessen Einhaltung von Projektgruppenmitglied Rolf Schütt überwacht wurde.

Anna Schumacher schuf mit einigen Marienliedern hier eine besondere Atmosphäre. Moderator Jannik Fischbach stellte dabei und bei der weiteren Vorstellung des Dorfes aufschlussreiche Fragen an die jeweiligen Interviewpartner. Die vielfältigen Aktivitäten der Heimatfreund fanden besonderes Interesse. Mit Kleinbussen ging es dann zur Gathe.
270 Grad Blick über das Dorf
Von dieser Stelle hat man einen 270 Grad Blick über das Dorf. Die Kommissionsmitglieder zeigten sich insbesondere auch von den Wildblumen am Wegrand beeindruckt. Nachdem Lothar Epe die Anstrengungen im ökologischen Bereich und die Grünlandnutzung durch Mutterkuhhaltung und Pferdezucht vorgestellt hatte, ging es weiter zur Kirche.

Die vielfachen Aktivitäten der diesjährigen Kinderferienaktion der Dorfgemeinschaft wurden von Anna Schumacher vorgestellt und erläutert. Doktor Jürgen Fischbach informierte dann die Kommission über ein mögliches LEADER-Projekt. Es ist geplant, in der denkmalgeschützten Vikarie eine virtuelle Ausstellung mit dem (vorläufigen) Titel „Vom Rennfeuer zur Industrieregion“ einzurichten. Im Kindergarten in der ehemaligen Volksschule gab Markus Feldmann als Vorsitzender des Elternvereins einen Überblick der Kinderbetreuung in Oberveischede.
Anbau erforderlich
Obwohl das Platzangebot in dem Gebäude relativ groß ist, wird ein Anbau im kommenden Jahr erforderlich. Im Feuerwehrhaus gab es dann eine eindrucksvolle Demonstration der Ersthelfer Gruppe. Als First Responder stehen zwölf ausgebildete Ersthelfer in akuten Notfällen zur Verfügung. Zahlreiche Einsätze haben die Notwendigkeit dokumentiert.

In Oberveischede gibt es über 260 Arbeitsplätze in 50 Betrieben. Diese interessante Zahl konnte Rolf Schütt bei der Vorstellung der wirtschaftlichen Themen nennen. Vor dem neuen Gästehaus des Landhotels Sangermann stellte dann der Obermeister der Bäckerinnung Georg Sangermann zunächst seinen mehrere Filialen umfassenden Betrieb vor.

Neben der Qualität der Produkte ist die hohe Ausbildungsquote bemerkenswert. Nicht umsonst ist er von der Handwerkskammer Südwestfalen in 2016 als Ausbildungsbetrieb des Jahres in der Kategorie ,Soziale Verantwortung und Gesellschaftliches Engagement‘ geehrt worden. Das aus dem ehemaligen Kuhstall entstandene Gästehaus des Landhotels Sangermann fand zum Abschluss die besondere Aufmerksamkeit der Bewertungskommission. Ludger Sangermann informierte ausführlich über sein Landhotel und insbesondere das neue Gästehaus. Die Buchungszahlen belegen, die Richtigkeit seiner Entscheidung.
Projektteam zufrieden
Das Projektteam Dorfwettbewerb innerhalb der Arbeitsgruppe Dorfentwicklung äußerte sich sehr zufrieden über den Ablauf der Vorstellung und die Resonanz der Jury. Dazu trug natürlich das positive Abschlussstatement von Heinz-Josef Kraft bei. Die Anstrengungen der letzten Wochen und Monate sollten sich gelohnt haben. Eine zielgerichtete und ganzheitliche Dorfentwicklung ist nie am Ende und geht immer weiter. Die Aktiven der Projektgruppe und das ganze Dorf hoffen, an die früheren Erfolge im Dorfwettbewerb anknüpfen zu können.
 von Albert Schneider
© Albert Schneider
Artikel teilen: