Gefäßchirurgie am St. Martinus-Hospital Olpe geht gestärkt in die Zukunft
Hohe Expertise für bestmögliche Versorgung
- Olpe, 15.10.2025
- Gesundheit & Medizin
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Olpe. Seit mehr als 50 Jahren gibt es die Gefäßchirurgie am St. Martinus-Hospital Olpe. Seitdem hat sie sich zu einem renommierten und überregional bekannten Fachbereich entwickelt. Dabei setzt das Team auf die enge Zusammenarbeit mit anderen Fachgebieten wie Kardiologie, Radiologie, Nephrologie, Diabetologie und Neurologie.
„Gefäßerkrankungen betreffen den ganzen Menschen. Deshalb ist Teamarbeit auf Augenhöhe ein zentraler Baustein unserer Arbeit“, so Dr. med. Anand Esapathi, Chefarzt der Gefäßchirurgie. Schon früh wurde der Nutzen der interdisziplinären Zusammenarbeit gesehen.
So wurde die Gefäßchirurgie in Olpe bereits 2003 als eine der ersten bundesweit von der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin als interdisziplinäres Gefäßzentrum zertifiziert. Dadurch ergibt sich eine breite Palette an Behandlungsmöglichkeiten über die rein operativen Optionen hinaus.
„Ich bin froh über meine engagierten und langjährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die auf hohem Niveau neben den konservativen Verfahren auch die modernen Entwicklungen in der Gefäßchirurgie aktiv mittragen“, sagt Dr. Esapathi. Diese Entwicklungen können mit dem Stichwort „minimalinvasiv“ beschrieben werden.
Daher liegt ein Fokus auf minimalinvasiven Verfahren. Dabei kann über eine Punktion – meist in der Leiste – der Gefäßverschluss beseitigt werden, sei es durch eine Rotablation (Auffräsen der Gefäße), eine perkutane transluminale Angioplastie (Aufdehnen mit einem Ballon) oder mittels Stent. Die Methode schont den Körper und ermöglicht oft eine schnelle Rückkehr in den Alltag.
„Die PTA ist für viele Patientinnen und Patienten eine sichere und effektive Alternative zur Operation“, betont Dr. Esapathi. Selbst Aortenaneurysmen (Aufweitungen der Bauchschlagader) können über winzige Schnitte, sogenannte Mini-Inzisionen, in der Leiste oder auch nur über eine Punktion versorgt werden. Minimalinvasive Verfahren sind aber nicht immer möglich oder sinnvoll, notwendige Operationen oft aufwändig und kompliziert.
Aufgrund der jahrzehntelangen Erfahrung in der Gefäßchirurgie können wir die Erfolgsaussichten der einzelnen Verfahren abschätzen und im operativen Bereich eine hohe Expertise anbieten“, so Dr. Esapathi. Operationen an den Halsschlagadern, Bypassoperationen oder die Versorgung von Bauchschlagadererweiterungen sind Eingriffe, bei denen nur viel Erfahrung zu guten Ergebnissen führt.
Dem trägt die Landesregierung jetzt Rechnung: Nach dem neuen Krankenhausplan dürfen nicht mehr wie bisher alle Kliniken, sondern nur noch wenige ausgewählte Zentren alle diese Leistungen anbieten. Bei der Auswahl hat das Landesgesundheitsministerium NRW die Qualität der gefäßchirurgischen Versorgung in der Gefäßchirurgie Olpe gewürdigt:
Das St. Martinus-Hospital Olpe gehört zu den Kliniken, die auch weiterhin alle Leistungen uneingeschränkt durchführen dürfen. Mehr noch: Im Krankenhauplan sind der Gefäßchirurgie in der Kreisstadt sogar mehr Fälle zugewiesen als bislang. „Diese Zulassung ist eine Anerkennung unserer operativen Qualität, der technischen Ausstattung und der umfassenden Versorgungskompetenz“, erklärt Dr. Esapathi.
Grund genug, das Team mit zwei Experten zu verstärken: Mit dem Senior Consultant Dr. Ronald Friedberg und Oberarzt Dr. Roland Thul aus dem Marienkrankenhaus Siegen wird das über die Region hinaus bekannte Team unter der Leitung von Chefarzt Dr. Anand Esapathi um zwei erfahrene Spezialisten erweitert.
„Mit Dr. Friedberg und Dr. Thul verstärken uns zwei versierte und langjährig erfahrene Kollegen. Somit können wir den hohen Standard unserer Patientenversorgung weiter fortführen“, sagt Dr. Esapathi. Die personelle Verstärkung ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass das Haus den steigenden Anforderungen in der Gefäßmedizin mit Kompetenz, Weitblick und Teamarbeit begegnet.