Gallenbergschule ist nun „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

97 Prozent


Schülerinnen der Gallenbergschule, Patrick Eberz vom Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Olpe (vorne links), Schulleiterin Anke Olberts, Moderatorin Anne Willmes als Patin, der Olper Schulamtsleiter, Ingo Sondermann, Kirstin Wagner-Sasse als Begleiterin des Schülerparlaments, Bürgermeister Peter Weber und Schulamtsdirektorin Britta Halbe (hinten von rechts). von Kreis Olpe.
Schülerinnen der Gallenbergschule, Patrick Eberz vom Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Olpe (vorne links), Schulleiterin Anke Olberts, Moderatorin Anne Willmes als Patin, der Olper Schulamtsleiter, Ingo Sondermann, Kirstin Wagner-Sasse als Begleiterin des Schülerparlaments, Bürgermeister Peter Weber und Schulamtsdirektorin Britta Halbe (hinten von rechts). © Kreis Olpe.

Olpe/Kreis Olpe. Als erste Grundschuleim Kreis Olpe ist die Katholische Bekenntnisgrundschule Auf dem Gallenberg in Olpe als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ausgezeichnet worden. Die feierliche Titelübergabe jetzt im Forum der Gallenbergschule statt.


„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist ein Projekt des Vereins Aktion Courage. Der Verein wurde 1992 von Bürgerinitiativen, Menschenrechtsgruppen, Vereinen und Einzelpersonen als eine Antwort auf den gewalttätigen Rassismus gegründet, der sich seinerzeit in Mölln, Solingen, Hoyerswerda und Rostock Bahn gebrochen hatte.

Das Kommunale Integrationszentrum (KI) des Kreises Olpe ist die Regionalkoordination des bundesweiten Netzwerks „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ für den Kreis Olpe und ist zertifiziert, den gleichlautenden Titel zu vergeben.

Geheime Abstimmung

Voraussetzung für die Aufnahme in das Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist, dass mindestens 70 Prozent der Schulmitglieder (Schüler, Lehrer, Sozialpädagogen sowie Hausmeister) in einer geheimen Abstimmung erklären: „Ich werde mich aktiv gegen Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, einsetzen.“

Sie versprechen damit einhergehend: Wenn es zu Gewalt und Diskriminierungen an ihrer Schule kommt, dann werden sie nicht wegschauen und schulterzuckend vorbeigehen, sondern sich aktiv mit der Situation auseinandersetzen.

In der Gallenbergschule in Olpe haben aber nicht die geforderten 70 Prozent, sondern stolze 97 Prozent der Schulmitglieder dafür votiert, eine Schule ohne Rassismus sein zu wollen. In verschiedenen Projekten ist Rassismus, Intoleranz und Ausgrenzung bereits thematisiert worden, soll aber fortwährend ein wichtiger Baustein der pädagogischen Arbeit sein.

„„Ich bin mächtig stolz“”
— Bürgermeister Peter Weber

„Ich bin mächtig stolz“, erklärte vor diesem Hintergrund Peter Weber im Rahmen der Titelübergabe. Der Bürgermeister der Kreisstadt Olpe freut sich, dass neben der Sekundarschule Olpe/Drolshagen und dem Städtischen Gymnasium Olpe nun auch eine Grundschule im Stadtgebiet bereit sei, sich diesem wichtigen Thema aktiv anzunehmen.

Schulamtsdirektorin Britta Halbe von der Schulaufsicht des Kreises Olpe gratulierte ebenfalls. „Die Gallenbergschule ist ein ganz dickes Buch mit lauter vollen Seiten“, lobte sie die vielen Aktivitäten der Olper Grundschule. „Ich wünsche der Schule, dass sie ein magischer Ort wird mit gelebtem Respekt füreinander“, so Britta Halbe.

Zu dem Konzept „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ gehört, dass sich die Schüler einen Paten erwählen. Die Wahl der Gallenbergschüler fiel auf Moderatorin und Journalistin Anne Willmes. „Ich freue mich sehr, dass ihr mich zur Patentante gemacht habt“, betonte sie und appellierte an die jungen Schüler: „Bleibt neugierig, mutig, zeigt Courage und gebt die Hoffnung nicht auf.“

Artikel teilen: