Für 6.000 Euro Pflegegelderstattung sollten Senioren erst mal zahlen
Versuchter Telefonbetrug in Olpe
- Olpe, 19.07.2022
- Blaulicht
Olpe. Ein Olper Ehepaar (82 und 88 Jahre) hat vor wenigen Tagen einen Anruf einer angeblichen Mitarbeiterin einer Pflegekasse erhalten. Diese erzählte, dass den Senioren noch 6.000 Euro Pflegegeld zustehen würden.

Während des Telefonates fragte sie verschiedene persönliche Daten ab. Am Samstag, 16. Juni, erhielt das Ehepaar dann einen Brief von der vermeintlichen Pflegekasse, indem sie aufgefordert wurden, 129 Euro zu bezahlen, damit ihnen anschließend die 6.000 Euro ausgezahlt werden könnten.





Den Senioren kam das Vorgehen komisch vor und sie setzten sich sowohl mit ihrer Krankenkasse als auch mit einem Nachbarn in Verbindung. Sie überwiesen kein Geld und erstatteten Anzeige.


Wie der vorliegende Fall zeigt, werden besonders häufig ältere Menschen Opfer von Telefonbetrügern. Damit Bürgerinnen und Bürger vor solchen Anrufern geschützt werden, gibt die Polizei folgende Tipps:
- Geben Sie am Telefon keine Auskünfte zu persönlichen Daten, finanziellen Verhältnissen, Pflegegraden oder Pflegegeldansprüchen.
- Bestätigen Sie keine Leistungen per Apps, die Sie nicht kennen.
- Notieren Sie sich das Datum des Anrufs, die Uhrzeit und die Nummer des Anrufenden. Fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse nach und prüfen den Sachverhalt.
- Legen Sie am besten auf, wenn Sie ein ungutes Gefühl haben oder sich unter Druck gesetzt fühlen.
- Ziehen Sie Vertrauenspersonen (Angehörige, Freunde, Bekannte, Nachbarn usw.) hinzu und/oder erkundigen Sie sich bei der Polizei.
- Falls Sie Opfer geworden sind, zögern Sie nicht und rufen schnellstmöglich die Polizei an.
