„Finale Vorstellung des Theaterstücks Genossenschaft Olper Hütte steht an“


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Olpe. „Wie teuer wird uns die „Olper Hütte?“ Das fragt Ludger Huperz aus Unterneger in seinem Leserbrief. In der Ratssitzung am Mittwoch, 10. September, steht die Beschlussfassung über die Jahresabschlüsse 2023 und 2024 der Genossenschaft auf der Tagesordnung. Huperz schreibt:


„Die finale Vorstellung des Olper Theaterstücks „Genossenschaft Olper Hütte“ steht an. Nach Jahren der Pannenserie folgt das große Finale: Der Millionen-Verlust soll per Entlastungsbeschluss einfach abgehakt werden. Das ist, als würde man dem Hausmeister den Schlüssel zum Tresor zurückgeben, nachdem die Kasse geplündert wurde – ohne nachzufragen, wer noch Zugang hatte.

Die Crux: Wer entlastet, haftet möglicherweise selbst. Nach dem Gesetz können Ratsmitglieder bei grober Fahrlässigkeit persönlich belangt werden. Wer trotz deutlicher Warnungen einfach Ja sagt, riskiert, dass das eigene Portemonnaie für die Stadtkasse herhalten muss.

Wenn Vorstände der Genossenschaft Aufträge an die eigene Firma vergeben können, nennt man das unter Geschäftsleuten Interessenkonflikt – oder schlicht: problematisch. Am Mittwoch steht die Nagelprobe an – nicht nur für die CDU‑Mehrheitsfraktion. Gibt es Politiker, die „Stopp“ sagen?

Die Ratsmitglieder entscheiden, ob sie vollständige Aufklärung und Schutz für Steuerzahler und sich selbst durchsetzen. Ihr Eid war, Schaden von der Stadt abzuwenden – nicht, ihn zu vertuschen.“

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