Erinnerung an Nazi-Opfer: Stolpersteine werden am 11. Februar verlegt

Jüdisches Erbe in Olpe


  • Olpe, 07.01.2026
  • Politik
  • Von Wolfgang Schneider
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In Attendorn gibt es bereits seit Jahren insgesamt 14 Stolpersteine. von Nicole Voss
In Attendorn gibt es bereits seit Jahren insgesamt 14 Stolpersteine. © Nicole Voss

Olpe. Den Opfern der nationalsozialistischen Diktatur in der Stadt Olpe soll auf angemessene Weise und gut im Stadtbild erkennbar gedacht werden. Dazu sollen eine Gedenkstele errichtet und sogenannten Stolpersteine ins Pflaster der Gehwege vor den ehemaligen Wohnsitzen der jüdischen Mitbürger eingesetzt werden. Das hatte der Olper Stadtrat im April 2025 beschlossen – und inzwischen hat sich einiges getan.


Die Mitglieder der Ende 2024 gegründeten Arbeitsgemeinschaft Jüdisches Erbe in Olpe haben einen Großteil der vorbereitenden Arbeiten zu den Projekten Stolpersteine und Gedenkstele vorangetrieben.

Geplant sind vier Verlegestellen in der Olper Innenstadt: Bahnhofstraße 7 (ehemaliger Wohnort von sechs Mitglieder der Familie Emanuel), Felmicke 28 (hier wohnten drei Mitglieder der Familie Lenneberg), Frankfurter Straße 22 (früherer Wohnort von Mia Bonzel) und Kölner Straße 7 (Ex-Wohnort von vier Angehörigen der Familie Lenneberg).

Bei Stele geht es voran

Die Arbeitsgemeinschaft hat Kontakt zur „Stiftung Spuren – Gunter Demnig“ aufgenommen und steht mit dieser in regem Austausch. Am Dienstag, 10. Februar, wird Künstler Gunter Demnig bei einer Vortragsveranstaltung zum Thema Stolpersteine in der Olper Stadthalle zu Gast sein. Einen Tag später ist die Verlegung der Stolpersteine an den vier genannten Gedenkorten vorgesehen.

Beim Teilprojekt Gedenkstele geht es auch vornan. Zeitnah sollen die Arbeiten an der Stele beginnen. Diese werden durch Schülerinnen und Schüler aller weiterführenden Schulen geleistet und durch die Künstlerin Carmen Magers angeleitet. Derzeit gehen die Beteiligten davon aus, dass die Einweihung am 23. April stattfinden kann. Aufgestellt werden soll die Gedenkstele im Bereich des Kurkölner Platzes.

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