Ein Olper auf Weltreise: Viele neue Eindrücke, ein Buch und eine Verlobung
„Aha sagt man überall“
- Olpe, 20.01.2026
- Kultur
- Von Wolfgang Schneider
Dahl/Berlin. „Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen.“ Die bekannte Redewendung trifft auch auf Elmar Stracke zu. Der 33-Jährige, der aus Dahl stammt, in Olpe sein Abitur gemacht hat und mittlerweile in Berlin lebt, hat über seine Weltreise so viel zu erzählen, dass daraus ein ganzes Buch geworden ist. „Aha sagt man überall“ heißt es und ist frisch erschienen.



„Da ich weiterhin engen Kontakt in die Heimat habe, nicht zuletzt über meine Eltern und viele Freunde, könnte man zum Buch sagen: von Olpe in die Welt“, sagt er mit einem Grinsen. Drei Monate waren Elmar Stracke und seine Freundin Catherine Anfang 2025 unterwegs, haben vier Kontinente, neun Inseln und 14 Länder bereist. Und ein ganz privates Highlight erlebt: „Wir sind bei dieser Reise in vielerlei Hinsicht zu neuen Höhen aufgestiegen. Am Titicacasee, der auf 4.500 Metern liegt, haben wir uns verlobt und im Dezember geheiratet.“

Auf 264 Seiten beschreibt Stracke eine Expedition zu den großen und kleinen Aha-Momenten rund um den Globus. Er verbindet persönliche Reiseerlebnisse mit verblüffenden Hintergründen aus Kultur, Geschichte, Gesellschaft und Alltag.
„Entstanden ist kein Reisetagebuch im engeren Sinne, sondern ein erzählendes Sachbuch, das die vielen Aha-Momente unterhaltsam und kurzweilig in geschichtliche, gesellschaftliche und politische Zusammenhänge einordnet“, erzählt der Autor. „Aha sagt man überall“ bietet einen bunten Blumenstrauß an Themen, angereichert mit vielen Fakten, Zahlen und Erklärungen.
Es geht unter anderem um Megakirchen in Korea, um Sakebars und heilige Hirsche in Japan, die Paradiessteuer auf Hawaii, Begegnungen mit Flussdelfinen in Brasilien und die Inflation in Argentinien. Das Buch beinhaltet auch zehn Ideen, die wir in Deutschland und Europa nachahmen sollten, sowie Reisetipps und Quizfragen.

Wie ist der gebürtige Olper auf die Idee gekommen, über seine Weltreise ein Buch zu schreiben? „Überall, wo wir hinkamen, gab es Anlass zum Staunen. Dazu kam auch immer große Neugier: Wieso hat sich die Welt hier anders entwickelt als bei uns? Wie passt das eine zum anderen? Da dachte ich: Das ist alles so spannend, dass es vielleicht nicht nur mich interessiert. So begann ich während der Reise einen WhatsApp-Kanal zu befüllen und einige Monate nach der Reise die ersten Buchseiten.“
Richtig angefangen mit dem Buchmanuskript habe er im Sommerurlaub 2025, berichtet der 33-Jährige. „Der war so verregnet, dass wir viel Zeit drinnen verbrachten. Das Schreiben hat schnell so viel Spaß gemacht, dass ich im folgenden halben Jahr viele freie Abende und Sonntage darauf verwendet habe. Vielleicht zu viele, wenn Sie meine Frau fragen. Wir mussten schließlich auch noch unsere Hochzeit vorbereiten.“
„Aha sagt man überall“ (ISBN 978-3695742103) ist für 18,99 Euro überall erhältlich, wo es Bücher gibt, auch bei Buchhandlungen vor Ort.

Zum Autor
Dr. Elmar Stracke (Jahrgang 1992) promovierte mit seiner Arbeit zur moralischen Zulässigkeit kalendarischer Altersgrenzen an der Universität Bayreuth. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bundestag und arbeitet jetzt für den Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft.
In seinem Podcast „Alter, was geht?“ beleuchtet er verschiedene Aspekte des Alters und präsentiert bei sogenannten Science Slams wissenschaftliche Inhalte unterhaltsam auf der Bühne.
