DRK Olpe bietet Selbsthilfegruppe an
- Olpe, 01.11.2018
Olpe. Sexueller Missbrauch an Mädchen und Jungen ist - trotz intensiver Auseinandersetzungen in der Öffentlichkeit - nach wie vor ein Tabuthema, mit dem Betroffene häufig allein gelassen werden. Hierzu gründet sich in Olpe eine neue Selbsthilfegruppe.

Der sexuelle Missbrauch beginnt oft scheinbar harmlos gerne in spielerischen Situationen und wird oft mit Hilfe von Einschüchterung, psychischem Druck oder Bestechung meist über viele Jahre fortgesetzt. Es gibt Missbrauchsformen mit, und ohne körperlicher Gewaltanwendung, die aber durch das Ausnutzen der kindlichen Unwissenheit und Zuneigung immer etwas mit psychischer Gewalt zu tun haben.
Da die Täter sehr häufig aus dem heimischen Umfeld kommen, schließen Angehörige oft aus Scham oder Angst vor Ausgrenzung die Augen, so dass Kinder sehr häufig mit der Situation alleine gelassen werden. Auch andere Personen in der Umgebung der Opfer sind oft nicht in der Lage, den Missbrauch wahrzunehmen und Hilfe anzubieten.
Je auswegloser ein Kind die Situation erlebt, desto gravierender sind die Folgeschäden. Oft erleben erwachsene Menschen bei Traumatherapien, die eigentlich aus vollkommen anderen Gründen durchgeführt werden, dass die Ursachen ihrer Erkrankungen in frühester Kindheit durch Missbrauch hervorgerufen wurden. Doch egal auf welchen Fall von Missbrauch man stößt, eins haben sie alle gemeinsam: Sexueller Missbrauch wird immer von Personen ausgeübt, die dem Opfer körperlich, psychisch oder sozial überlegen sind. Der Missbrauch ist nie zufällig, sondern immer geplant.
Weitere Infos zu der Gruppe, Treffpunkt, Uhrzeit und rund um die Selbsthilfekontaktstelle des DRK Olpe unter Tel.: 0 27 61/ 2643



