Diskussion der Bürgermeisterkandidaten: Was wollen sie in Olpe erreichen?

Tobias Schulte und Dr. Norbert Seyfert stehen Rede und Antwort


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Die beiden Olper Bürgermeisterkandidaten Tobias Schulte (CDU, l.) und Dr. Norbert Seyfert (parteilos, r.) nahmen zu verschiedensten kommunalpolitischen Themen Stellung. Mit auf dem Foto: Moderator Jochen Voss (2.v.l.) und Inge Muckenhaupt, Vorsitzende der Kolpingsfamilie Olpe (3.v.l.). von Mona Pospischil
Die beiden Olper Bürgermeisterkandidaten Tobias Schulte (CDU, l.) und Dr. Norbert Seyfert (parteilos, r.) nahmen zu verschiedensten kommunalpolitischen Themen Stellung. Mit auf dem Foto: Moderator Jochen Voss (2.v.l.) und Inge Muckenhaupt, Vorsitzende der Kolpingsfamilie Olpe (3.v.l.). © Mona Pospischil

Olpe. Der Wahlkampf für die Kommunalwahl am 14. September geht in den Endspurt. Die beiden Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters der Kreisstadt Olpe haben am Mittwoch, 27. August, in einer von der Kolpingsfamilie organisierten Diskussionsrunde den Bürgern Rede und Antwort gestanden.


Weit mehr als 100 Besucher sind anwesend, als Moderator Jochen Voss zum Auftakt der Diskussion feststellt: „Es ist höchst spannend.“ Und er soll Recht behalten. Aufgrund der großen Teilnehmerzahl sei es ein anderer Rahmen als bei ähnlichen Veranstaltungen in der Vergangenheit.

In den folgenden Diskussionen zu den brennendsten Themen in Olpe bringen sich die Bürger ein und stellen Fragen an Tobias Schulte (CDU) und Dr. Norbert Seyfert (parteilos). Diese debattieren bestimmt – zwar nicht hitzig, doch mit klaren Meinungen zu den Aussagen ihres Gegenübers.

Fehler der Vergangenheit und Pläne für die Zukunft

Verschiedenste Themen werden angesprochen: die Haushaltslage der Kreisstadt, mögliche Fußgängerzonen, wie junge Menschen (zurück) in die Stadt geholt werden können, das Aussterben des Einzelhandels, mangelnde Transparenz und Kommunikation der Vergangenheit, Pläne für das Rathaus und das Bahnhofsgelände sowie Integration.

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Weit mehr als 100 Bürger waren zur Diskussionsrunde mit den beiden Olper Bürgermeisterkandidaten gekommen.

„Butter bei die Fische“, fordert Volker Reichel (SPD) für die Pläne rund um das neue Rathaus. Für den Bürgermeisterkandidaten Tobias Schulte ist klar: Nein zu den alten Rathausplänen und den Unsummen, die es kosten sollte. Das jetzige Rathaus sei jedoch nicht zu erhalten, es sei wirtschaftlich nicht sanierbar – egal ob es von der Verwaltung oder als Wohnraum genutzt würde.

Dr. Norbert Seyfert ist da anderer Meinung und nennt es eine Sünde, das Rathausgebäude kaputt zu machen. Auf Nachfrage aus dem Publikum räumt er ein, dass es zur Sanierung noch keine Prüfungen oder Studien gab. Überzeugt von einer weiteren Nutzung ist er trotzdem: Momentan würde es schließlich auch noch genutzt und der äußere Eindruck des Gebäudes komme davon, dass „die Verwaltung die Pinsel fallen [ge]lassen“ hätte.

Innenstadt und Einzelhandel im Blick

Zwar begrüßen beide Bürgermeisterkandidaten die Idee, einige Straßen autofrei zu machen, Schulte hält eine Fußgängerzone rund um den Marktplatz aber für eine Gefahr für die Einzelhändler. Seyfert erwidert, dass bei dem Drogeriemarkt Müller auch eingekauft würde, obwohl es dort vor der Tür keine Parkplätze gebe. Außerdem verweist er auf andere Städte, in denen eine zentrale Zone ohne Autos funktioniere.

Auch Bürger äußern im Laufe der Diskussion, dass man sich bei Themen rund um Innenstadt und Einzelhandel mit anderen Städten austauschen sollte. Schulte stellt daraufhin klar, dass man zwischen einer Drogeriekette und den Olper Einzelhändlern differenzieren müsse. Die Antworten darauf, was gegen das Aussterben des Einzelhandels gemacht werden könne, stellen nicht alle anwesenden Bürger zufrieden. Nach einer kleinen Unruhe im Saal beteuern beide Kandidaten nochmal die Wichtigkeit des Einzelhandels für die Stadt Olpe.

Bedürfnisse von Senioren und Jugendlichen

Dass die medizinische Versorgung und der Service für die Senioren der Stadt von Bedeutung sind, stellen beide Kandidaten fest. Seyfert nennt Wohnformen als Ansatzpunkt der Politik, Schulte spricht die Mobilität und eine moderne Anpassung des ÖPNV an. Für die Jugendlichen brauche es mehr Aufenthaltsflächen wie den Skaterplatz, und das auch in den Dörfern. Zunächst hatte Seyfert keine konkreten Ideen genannt, da er die Bedürfnisse der Jugend noch durch Gespräche feststellen wolle.

Mehr zu den Bürgermeisterkandidaten in Olpe lest ihr hier.

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